Übergangsfahrplan nach Italien wird weiter angepasst.

Auf Grund der nicht rechtzeitig abgelieferten neuen Züge für Cisalpino und der nach wie vor unbefriedigenden Qualität der bestehenden Fahrzeuge gilt bekanntlich für den Bahnverkehr nach Italien ein Übergangsfahrplan. Um die Wartung der Fahrzeuge des Typs ETR 470 zu forcieren, setzt Cisalpino ab heute auf der Verbindung Basel–Mailand via Lötschberg zwischen Basel und Domodossola konventionelle Züge der SBB ein. Dies erfordert einerseits für internationale Reisende ein Umsteigen in Domodossola und erhöht andererseits die Fahrplanstabilität auf den Cisalpino-Verbindungen.

Die Betriebsqualität der bestehenden Fahrzeuge des Typs ETR 470 von Cisalpino ist nach wie vor unbefriedigend. Zudem fehlen der Bahn wegen der grossen Lieferverzögerung durch die Industrie nach wie vor die Anfang 2004 bestellten neuen Fahrzeuge des Typs ETR 610. Cisalpino hat mit Hilfe von SBB und Trenitalia Gegenmassnahmen ergriffen, um die negativen Auswirkungen im Übergangsfahrplan möglichst zu minimieren. Da die Implementierung der aufwändigen Einrichtungen und die Umsetzung am neuen Wartungsstandort in Milano Greco noch andauern, werden parallel dazu in Fiorenza bei Mailand jeweils an ein bis zwei Zügen Reparaturarbeiten durchgeführt.

Um die Wartung entsprechend forcieren zu können, verkehren via Lötschberg auf der Verbindung Basel–Mailand während einigen Wochen gemietete SBB Kompositionen. Dies erfordert von den Kunden ein Umsteigen in Domodossola. Die Verbindung erfolgt ab Domodossola mit ETR 470 und gemieteten Zügen von Trenitalia Richtung Mailand. In Domodossola stehen Mitarbeitende von Cisalpino im Einsatz, die das Umsteigen koordinieren und die Kunden unterstützen.

Cisalpino bedauert die Umtriebe ausserordentlich, die dadurch den Kundinnen und Kunden entstehen. Sie erhöht im Rahmen einer Übergangsregelung die Entschädigungen für die Kunden im Fall grösserer Verspätungen(siehe Kasten). Durch die Massnahme verlängert sich die fahrplanmässige Fahrzeit der drei Neigezugverbindungen zwischen Basel und Mailand indes lediglich um wenige Minuten. Allerdings erhoffen sich SBB und Cisalpino eine weitere Stabilisierung des Fahrplans auf den Cisalpino-Verbindungen.

Auf der Gotthardachse hat sich der Übergangsfahrplan bisher bewährt. Zwischen Zürich und Milano werden täglich sieben Verbindungen angeboten. Vier davon werden derzeit als Direktverbindungen mit den bestehenden Cisalpino Neigezügen des Typs ETR 470 geführt. Drei weitere Verbindungen werden zwischen Zürich und Lugano mit SBB Intercity-Neigezügen mit Anschluss in Lugano von und nach Milano geführt. Am Abend wird eine zusätzliche Verbindung von Milano nach Luzern–Basel mit umsteigen in Lugano angeboten.

Alle Verbindungen sind im Online-Fahrplan der SBB und auf www.cisalpino.comLink öffnet in neuem Fenster. ersichtlich.

Cisalpino erweitert Kulanz bei Verspätungen. Die Cisalpino AG bedauert die Einschränkungen und Umtriebe ausserordentlich, die ihren Kunden auf Grund von Verspätungen entstehen. Für die Reisedaten vom 8.1.2009 bis zum 31.3.2009 erstattet Cisalpino im Rahmen einer Übergangsregelung bei Verspätungen von über 45 Minuten 30 Prozent des Preises auf den internationalen Tickets zurück.

Damit geht Cisalpino im Sinne einer befristeten Ausnahme über die gültigen internationalen Bestimmungen hinaus, die eine Rückerstattung von 20 Prozent bei einer Verspätung von über einer Stunde vorsehen.

Die betroffenen Kundinnen und Kunden senden ihren entwerteten Fahrausweis an den Cisalpino-Kundendienst:

Cisalpino AG

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