Weinbergtunnel: Die Bohrmaschine hat die Hälfte der Strecke erreicht.

Knapp ein Jahr nach Bohrbeginn hat die Tunnelbohrmaschine die Hälfte der Strecke zwischen Oerlikon und Hauptbahnhof Zürich ausgebrochen. Die Arbeiten am Weinbergtunnel sind finanziell und terminlich im Plan.

Der Weinbergtunnel ist eines der Kernstücke der Durchmesserlinie, eines 2-Milliarden-Projektes. Der doppelspurige Tunnel verbindet den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse mit dem Bahnhof Oerlikon. Voraussichtlich im Dezember 2013 wird er in Betrieb genommen.

Die Bauarbeiten verlaufen terminlich und finanziell wie geplant. Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist die Hälfte des 4,6 Kilometer langen Tunnels zwischen Oerlikon und dem Hauptbahnhof Zürich ausgebrochen. Kürzlich hat die Tunnelbohrmaschine (TBM) die Seilbahn Rigiblick unterquert.

Parallel zum Tunnel verläuft der Flucht- und Rettungsstollen, der über acht Notausgänge im Abstand von rund 500 Metern mit dem Weinbergtunnel verbunden ist. Vom Flucht- und Rettungsstollen sind 80 Prozent ausgebrochen. Vor kurzem hat diese zweite TBM 100 Meter unter der Erdoberfläche die Gladbachstrasse passiert.

Gestartet ist die TBM für den Weinbergtunnel im September 2008 im Schacht Brunnenhof in Oerlikon. Mit einem Durchmesser von 11,2 Meter arbeitet sich die 200 Meter lange Maschine jeden Tag rund 20 Meter durch den Molassefels des Zürichbergs. Knapp 250 Meter vor dem Durchstich zum Hauptbahnhof wird die TBM umgerüstet, um das grundwassergesättigte Lockergestein unterhalb der Limmat zu durchfahren. Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2010 kommt sie beim Hauptbahnhof an.

Interessierte können den Weg der beiden Tunnelbohrmaschinen in einem täglich aktualisierten Google-Map-Tool der SBB verfolgen. Zu finden ist dieses auf der Homepage www.durchmesserlinie.ch in der Spalte «Information» ganz rechts.

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