Cargo-Lokführer fahren vermehrt Personenzüge.

Die SBB setzt rund 30 Lokführer von SBB Cargo vorübergehend im Personenverkehr ein. Dies aufgrund der wachsenden Nachfrage im Personenverkehr, wo seit Fahrplanwechsel erneut 5,5% mehr Zugkilometer angeboten werden und allein für den Wintersportverkehr 240 Extrazüge fahren. Gleichzeitig hat die SBB im Transitgüterverkehr wegen des Konjunktureinbruchs die Transportkapazitäten reduziert, weshalb dort weniger Züge verkehren. Der Austausch von Lokpersonal hat sich bereits während der Euro 2008 bewährt.

Im Personenverkehr stellt die SBB ein überdurchschnittliches Nachfragewachstum fest. Mit dem letzten Fahrplanwechsel hat die SBB deshalb das Angebot für die Kunden gemessen in Zugkilometern nochmals um 5,5% ausgebaut. Dies erfordert mehr Lokpersonal, das die SBB laufend ausbildet. In diesem Jahr werden 140 neue Lokführerinnen und Lokführer ihre Ausbildung abschliessen. Um den zwischenzeitlichen Mehrbedarf abzudecken, setzt die SBB vorübergehend Lokführer von SBB Cargo im Personenverkehr ein.

In den nächsten Monaten werden rund 30 Lokführer von SBB Cargo ihre 2'200 Kolleginnen und Kollegen im Personenverkehr unterstützen. Dies namentlich in der Zeit des Wintersportverkehrs, wo über 240 Extrazüge in die Skigebiete zum Einsatz kommen. Dieser Austausch hat sich bereits während der Euro 2008 im letzten Sommer bewährt. Im Transitgüterverkehr auf der Nord–Süd-Achse durch die Schweiz benötigt SBB Cargo derzeit als Folge des Konjunktureinbruchs weniger Lokführer; sie hat bekanntlich die Transportkapazitäten, wo notwendig, gezielt reduziert.

Je nach Entwicklung ist der Einsatz weiterer Lokführer von SBB Cargo beim Personenverkehr denkbar. Mit dem internen Personalaustausch lassen sich die Auswirkungen der Konjunkturkrise teilweise abfedern. Die Sozialpartner sind über die Massnahme informiert und die Personalkommission einbezogen.

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