Sicherheit beginnt mit Vorbeugung.

Seit dem 27. April sind im Rahmen des Präventionsprogramms RailFair zehn Präventionsassistenten im Genferseegebiet in Regionalzügen und Bahnhöfen präsent. Durch ihre Präsenz und ihre Fähigkeiten in der Konfliktvermittlung tragen sie zu mehr Sicherheit bei. Ab Ende Mai 2009 werden auch im Raum Zürich zehn Präventionsassistenten aktiv.

Schwierige Situationen für Reisende und Zugpersonal gar nicht erst aufkommen lassen: Das ist der Auftrag der Präventionsassistenten, die im Genferseegebiet und ab Ende Mai auch im Raum Zürich aktiv sind. Die Präventionsassistenten sind jüngere, zivile Angestellte der Bahnpolizei, die über Erfahrung in der Jugendarbeit oder im Sicherheitsbereich verfügen. In einem dreiwöchigen Kurs wurden sie durch die SBB, das Schweizerische Rote Kreuz und die Bahnpolizei auf ihren Einsatz vorbereitet. Erkennbar sind die Präventionsassistenten, die stets zu zweit unterwegs sind, an ihrer einheitlichen Bekleidung mit der Aufschrift «RailFair – Prävention».

Das Präventionsprogramm RailFair läuft seit 2003. «Prävention ist ein wichtiges Standbein unseres Sicherheitskonzeptes», sagt Thomas Weibel, Leiter Öffentliche Sicherheit bei der SBB. Dazu gehören neben den Präventionsassistenten:

  • Schulzug (Aufklärung und Sensibilisierung für Schülerinnen und Schüler)
  • Bahnhof-Paten (Kundenbetreuung durch Freiwillige an Bahnhöfen)
  • Grand frères/Grandes soeurs (junge Arbeitslose begleiten Regionalzüge)
  • Fanbegleiter (Fanverantwortliche von Fussballclubs begleiten ihre Fans in den Extrazügen zu Auswärtsspielen)
  • Schülerbegleiter (Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und weiterführender Schulen treten für ihre Mitschüler auf dem Schulweg im ÖV als Vorbild auf).

Arnold Wittwer, Leiter des Kompetenzzentrums für Gewaltprävention bei der Bahnpolizei, und Daniel Dorier, Leiter Prävention beim SBB Bereich Öffentliche Sicherheit, begrüssen die Ergänzung der SBB Sicherheitskette: «Prävention hat viel mit Selbstverantwortung zu tun. Die Präventionsassistenten sollen die Öffentlichkeit auch darauf sensibilisieren.»

Nebst der Prävention erhält die SBB die Sicherheit in ihren Zügen und Bahnhöfen durch Abhalten von Vandalismus durch die Präsenz von Zugpersonal, Bahnpolizei, Polizei und durch Videoüberwachung.

Weitere Informationen im Internet: www.railfair.ch.

Die SBB-Sicherheitskette: Unterstützung für Reisende und Personal. Die Sicherheit ihrer Reisenden und ihrer Mitarbeitenden steht bei der SBB an erster Stelle. Dazu hat die SBB eine ganze Palette von Massnahmen getroffen. Die SBB-Sicherheitskette setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

Vor der Reise:

  • Schulzug, Objektschutz durch Securitrans, örtliche Polizei, Präventionsprojekt RailFair mit Bahnhof-Paten, Präventionsassistenten und Grands frères, örtliche Sozialprojekte, Bahnhofhilfe
  • Spezifisch für das Zugpersonal: praxisnahe Aus- und Weiterbildung

Während der Reise:

  • Präventionsprogramm RailFair mit Präventionsassistenten, grands frères, Schülerbegleitungen, Regional- und S-Bahnen sind mit Video ausgerüstet, Einstiegs- und Stichkontrollen, Wochenend- und Eventeinsätze mit Bahnpolizei / Kantonspolizei, kritische Züge begleitet durch Securitas-Personal und Bahnpolizei, Grenzwachtkorps
  • Spezifisch für das Zugpersonal: Supporterinnen und Supporter im Raum Zürich und in der Romandie (von externen Fachleuten ausgebildete Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter, unterstützen Arbeitskollegen in schwierigen Situationen telefonisch)

Nach der Reise:

  • Kundendienst, örtliche Polizei
  • Spezifisch für das Zugpersonal: Weiterbildungen, Unterstützung durch die Vorgesetzten nach Vorfällen, Nachbetreuung durch das soziale Netz, Tätlichkeiten werden als Offizialdelikte verfolgt.

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