SBB setzt in verschiedenen Bereichen auf Videoüberwachung.

Zur Erhöhung der Sicherheit kommen bei der SBB Videokameras in verschiedenen Bereichen zum Einsatz: Für die Überwachung des Zugbetriebes ebenso wie im Zusammenhang mit der öffentlichen Sicherheit, in den Zügen ebenso wie an die Bahnhöfen. Die Mehrzahl der Videokameras dienen der Betriebsabwicklung, der Überwachung in Regionalzügen und der Sicherung von Verkaufsräumen und Billettautomaten.

Die Berichterstattung der Sonntagspresse zur Videoüberwachung bei der SBB führte da und dort zu Verwirrung. Die SBB plane den Ausbau der Videoüberwachung bis 2010 an über hundert Bahnhöfen, hatte eine Sonntagszeitung vermeldet und sich dabei auf einen Bericht aus dem Jahr 2007 abgestützt. Tatsächlich sieht die SBB in nächster Zeit die Ausrüstung zahlreicher weiterer Bahnhöfe und Haltestellen mit Videokameras vor; diese dienen in erster Linie der Überwachung von Verkaufsräumen und Billettautomaten der SBB.

Heute verfügen 27 Bahnhöfe über Überwachungssysteme zur Überwachung der öffentlichen Sicherheit. Hinzu kommen zehn Bahnhöfe mit Videoüberwachungssystemen, die von den örtlichen Gemeinden betrieben werden.

Allerdings liegt die Zahl der von der SBB betriebenen Videokameras für die Sicherheit bereits heute bei mehreren hundert Kameras. Diese stehen in ganz verschiedenen Bereichen der SBB im Einsatz. So dienen schweizweit über hundert Kameras der Abwicklung des Bahnbetriebs und der Abfertigung der Züge; sie werden von SBB Infrastruktur betrieben. Rund achtzig weitere Kameras dienen der Überwachung von Verkaufslokalen und Billettautomaten der SBB. In den Regionalzügen der SBB sind heute rund 400 Wagen mit Videoüberwachungssystemen ausgerüstet; ältere Wagen werden schrittweise nachgerüstet, neues Rollmaterial im Regionalverkehr ist heute serienmässig mit Videoüberwachung ausgerüstet.

Die Videoaufnahmen eines brutalen Überfalls auf Jugendliche im Bahnhof Kreuzlingen, der in den letzten Tagen Schlagzeilen machte, wurden von einer SBB-Kamera aufgezeichnet, die eigentlich der Abwicklung des Zugbetriebs diente.

Überwachung Bahnhöfe durch SBB

27

offen

Überwachung Bahnhöfe durch Gemeinden

10

offen

Überwachung Wagen

ca. 400

ca. 600

Überwachung Verkaufsräume/Billettautomaten

ca 80

ca. 140

Überwachung Bahnbetrieb/Zugabfertigung

>100

>100


Die SBB Sicherheitskette: Unterstützung für Reisende und Personal.

Die Sicherheit ihrer Reisenden und ihrer Mitarbeitenden steht bei der SBB an erster Stelle. Videoüberwachung zur öffentlichen Sicherheit bei der SBB ist Teil eines umfassenden Massnahmenkataloges. Die SBB Sicherheitskette setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

  • Vor der Reise:
    Schulzug, Objektschutz durch SecuritransLink öffnet in neuem Fenster., örtliche Polizei, Präventionsprojekt RailFair mit Bahnhof-Paten, Präventionsassistenten und grands frères, örtliche Sozialprojekte, Bahnhofhilfe.
    Spezifisch für das Zugpersonal: praxisnahe Aus- und Weiterbildung.
  • Während der Reise:
    Präventionsprogramm RailFair mit Präventionsassistenten, grands frères, Schülerbegleitungen, Videoüberwachung, Einstiegs- und Stichkontrollen, Wochenend- und Eventeinsätze mit Bahnpolizei/Kantonspolizei, kritische Züge begleitet durch Securitas-Personal und Bahnpolizei, Grenzwachtkorps.
    Spezifisch für das Zugpersonal: Supporterinnen und Supporter im Raum Zürich und in der Romandie (von externen Fachleuten ausgebildete Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter, unterstützen Arbeitskollegen in schwierigen Situationen telefonisch).
  • Nach der Reise:
    Kundendienst, örtliche Polizei.
    Spezifisch für das Zugpersonal: Weiterbildungen, Unterstützung durch die Vorgesetzten nach Vorfällen, Nachbetreuung durch das soziale Netz, Tätlichkeiten werden als Offizialdelikte verfolgt.

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