Feierlicher Bauauftakt des Pumpspeicherkraftwerks Nant de Drance.

Mit einer Feier haben am Dienstag, 30. Juni 2009, die Bauarbeiten für das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance in der Walliser Gemeinde Finhaut begonnen. Mehr als 100 Gäste waren anwesend, unter ihnen Alpiq-CEO Giovanni Leonardi, SBB-CEO Andreas Meyer und Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie. Ebenfalls dabei waren Jean-Michel Cina, Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung des Kantons Wallis sowie der Walliser Staatsrat Maurice Tornay und Paul Michellod, Direktor des Walliser Energiedienstleisters FMV.

Mehr als 100 Gäste, darunter Vertreter von Gemeinde-, Kantons- und Bundesbehörden sowie von SBB, FMV und Alpiq, versammelten sich am 30. Juni 2009 auf dem Staudamm Emosson in den Walliser Alpen. Sie feierten den offiziellen Baubeginn des Pumpspeicherkraftwerks Nant de Drance. Daran sind Alpiq mit 54, die SBB mit 36 und FMV mit 10 Prozent beteiligt. Im Rahmen der Feierlichkeiten übergab Walter Steinmann, der Direktor des Bundesamts für Energie, der Gemeinde Finhaut, dem Kanton Wallis und der Nant de Drance SA die Konzessionsurkunden. Zudem wurde eine Messingtafel enthüllt.

In seiner Ansprache wies Alpiq-CEO Giovanni Leonardi auf die Bedeutung der Walliser Berge hin, die er als «traditionelle Heimat der Schweizer Wasserkraft» bezeichnete. Zudem strich er die Partnerschaft mit der SBB und FMV hervor und betonte die Bedeutung von Zusammenarbeit, Versorgungssicherheit und Konjunkturförderung im Zusammenhang mit Nant de Drance.

SBB-CEO Andreas Meyer beschrieb die Relevanz des Projekts Nant de Drance aus Sicht der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer. Wer mit der Bahn fahre, der tue dies umweltbewusst. Die SBB wollen die Emissionen weiter reduzieren. Deshalb strengten sie sich an, hier noch besser zu werden. Meyer: «Sieben von zehn Zügen in der Schweiz fahren mit Wasserkraft, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt.»


600 Megawatt Turbinier- und Pumpleistung.

Das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance ist eines der bedeutendsten Schweizer Infrastrukturprojekte der Stromerzeugung mit Wasserkraft. Es wird mit seiner auf 600 Megawatt ausgelegten Turbinier- und Pumpleistung einen bedeutenden Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Schweiz leisten. Das Kraftwerk soll voraussichtlich ab 2015 schrittweise in Betrieb genommen werden.

Nant de Drance nutzt das Gefälle zwischen den beiden bestehenden Stauseen Emosson und Vieux Emosson auf dem Gebiet der Walliser Grenzgemeinde Finhaut zwischen Martigny und Chamonix. Die Anlage wird komplett unterirdisch gebaut. Der Zugang zu den auf 1700 Metern über Meer liegenden Kavernen wird durch einen 5,6 Kilometer langen Stollen erfolgen. Somit wird das Grosskraftwerk mit minimalen Eingriffen in die Umwelt realisiert.


Wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Im Hinblick auf die Nachfrageentwicklung in Spitzenzeiten leistet Nant de Drance einen wichtigen Beitrag sowohl zur Versorgungssicherheit im Schweizer Stromnetz als auch zur Abdeckung der Verbrauchsspitzen im Bahnbetrieb der SBB und der von ihr versorgten Privatbahnen. Durch moderne Maschinentechnik kann das Kraftwerk innerhalb kurzer Zeit Netzschwankungen und unregelmässige Produktion aus erneuerbaren Energien ausgleichen. Die Anlage wird über einen hohen Wirkungsgrad von über 80 Prozent verfügen.

Weitere Informationen zum Projekt sowie Pressebilder zum Download sind unter www.nant-de-drance.chLink öffnet in neuem Fenster. erhältlich.

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