Rangierbahnhof Rotkreuz wird umgenutzt.

Der Rangierbahnhof Rotkreuz wird per 7. September 2009 in einen SBB Cargo Teambahnhof umgenutzt. Die SBB hat diese Massnahme aufgrund des starken und langfristigen Rückgangs der Nachfrage in den Rangierbahnhöfen beschlossen. Dadurch gehen 21 Stellen verloren. Gemäss geltendem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) gibt es keine Entlassungen.

Die Nachfrage in den Rangierbahnhöfen ist markant eingebrochen. Dadurch kommt es gesamtschweizerisch zu Überkapazitäten in den Rangierbahnhöfen und zu ungedeckten Betriebskosten. Um eine bessere Auslastung der Rangierbahnhöfe zu erreichen, hat die SBB die Umnutzung des Rangierbahnhofs Rotkreuz in einen SBB Cargo Teambahnhof beschlossen. Die Umnutzung erfolgt mit dem Cargo-Fahrplanwechsel vom 7. September 2009.

Die Gleisanlagen in Rotkreuz bleiben unverändert bestehen. Sie werden für lokale Rangierungen, das Zusammenstellen der Züge in der Sammelphase und das Abstellen von Leerwagen verwendet. Die bisher im Rangierbahnhof Rotkreuz geleisteten Rangiertätigkeiten werden von den Rangierbahnhöfen Limmattal und Basel übernommen. Diese werden dadurch besser ausgelastet.

Ab dem Zeitpunkt der Umnutzung werden für die Verkehrssteuerung noch sieben Zugverkehrsleitende benötigt. 21 von heute 28 Stellen gehen verloren. Die SBB informierte Personalkommission und Personalverbände frühzeitig über die Umnutzung. Entlassungen gibt es gemäss geltendem SBB Gesamtarbeitsvertrag (GAV) keine. Die betroffenen Mitarbeitenden werden von den Personaldiensten der SBB auf der Suche nach einer neuen Aufgabe intensiv unterstützt und begleitet.

Die seit letztem Winter beobachteten Güterverkehrsrückgänge haben sich im ersten Quartal 2009 fortgesetzt: So wurden von Januar bis März 20 Prozent weniger Wagenrangierungen durchgeführt als im gleichen Quartal 2008. Die Güterverkehrsunternehmen und SBB Infrastruktur gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Rangierleistungen in den nächsten fünf Jahren dauerhaft auf einem tiefen Niveau bleiben wird.

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