Die Doppelstöcker-Flotte der S-Bahn Zürich ist komplett.

Heute Dienstagmittag wurde der sechzigste und letzte der bestellten Doppelstock-Triebzüge (DTZ) der S-Bahn Zürich in die Flottenfamilie aufgenommen. Im Rahmen einer kleinen Zugtaufe erhielt er den Namen «Oerlikon». Somit ist die zweite Generation der S-Bahn Doppelstöcker komplett.

Der sechzigste Doppelstock-Triebzug ist heute Dienstagmittag im Hauptbahnhof Zürich auf den Namen «Oerlikon» getauft worden. Den Taufakt begingen Martin Bütikofer, Leiter SBB Regionalverkehr, und Franz Kagerbauer, Direktor des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV).

«Das Rollmaterial ist die Visitenkarte des ZVV. Das gilt besonders für die S-Bahn, das starke Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im ZVV», sagte Franz Kagerbauer in seiner Rede. Martin Bütikofer fügte hinzu: «Mit dieser Taufe symbolisieren wir die Bedeutung des Bahnknotens Oerlikon für die Durchmesserlinie Zürich. Wir danken damit allen Anwohnern für Ihre Geduld, das Verständnis für den Baulärm und ihre Unterstützung. Ohne sie wäre ein solch gigantisches Projekt wie die DML nicht möglich.»

Die Doppelstock-Triebzüge (DTZ) der Firma Siemens wurden ab Dezember 2006 ausgeliefert und zeichnen sich aus durch Niederflureinstieg, klimatisierte Wagen, Informationsmonitore und Videoüberwachung. Jeder Zug verfügt zudem über ein Multifunktionsabteil mit Platz für Velos und Rollstühle sowie über eine rollstuhlgängige Toilette.

Nach der heutigen Auslieferung besitzt die SBB im Zürcher S-Bahn-Netz nun 113 Doppelstöcker der ersten Generation (DPZ), 60 DTZ sowie 23 weitere Kompositionen. Damit werden werktäglich 1410 Zugsverbindungen auf 21 Linien mit 172 Haltepunkten gefahren. Rund 383'000 Reisende nutzen täglich das Angebot im Kernnetz. Das entspricht einer Steigerung von 140 Prozent gegenüber dem Gründungsjahr 1990. Die Kilometerleistung aller Züge der S-Bahn Zürich beträgt jährlich 21,23 Millionen Kilometer. Das entspricht rund 530 Erdumrundungen.

Ab Frühling 2011 wird dann die dritte Generation Doppelstöcker der Firma Stadler Rail auf dem Zürcher S-Bahn-Netz rollen. Die 50 bestellten Kompositionen werden länger sein und noch mehr Sitzplätze bieten.

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