Havariestelle unter Bahnhofquai in Zürich wird umfahren.

Nach dem Zwischenfall mit einer Bohrmaschine unter dem Bahnhofplatz Zürich hat die SBB zusammen mit den beteiligten Bauunternehmen über das weitere Vorgehen an der Havariestelle entschieden.

Am 29. und 30. April 2009 führte vermutlich ein technischer Defekt an einer Bohrmaschine zu einer vorsorglichen Sperrung des Zürcher Bahnhofplatzes. In zehn Metern Tiefe waren beim Vortrieb des ersten Microtunnels für die künftige Durchmesserlinie Zürich drei Meter des Gewölbes ungestützt geblieben. Dadurch drohte eine lokale Senkung des Bahnhofplatzes. Diese Gefahr wurde durch das Einpumpen von Beton in den Untergrund gebannt.

Am 3. Juni 2009 gingen die Arbeiten an den Microtunnels mit einer zweiten Bohrmaschine weiter. Für die Bergung der eingeschlossenen Bohrmaschine und für die Fertigstellung des ersten, havarierten Microtunnels standen verschiedene Varianten in Prüfung. Dabei mussten die Kriterien Sicherheit, Stabilität, Zeitaufwand, Umweltschutz und Kosten solide abgeklärt werden.

Auf Basis dieser Abklärungen wurde folgendes Vorgehen gewählt: Oberhalb des Startpunktes des havarierten Microtunnels wird ein neues Rohr gebohrt, das in gerader Linie über die Störungszone hinweg zum ursprünglich vorgesehenen Endpunkt führt. Diese Arbeiten haben jetzt begonnen. Dafür können ergänzende Injektionen von der Oberfläche aus erforderlich werden.

Die gewählte Variante ermöglicht auch eine sichere Bergung der ersten Bohrmaschine. Die Bergung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, eventuell sogar erst nach der Fertigstellung des Rohbaus des Weinbergtunnels im Herbst 2010.

Die SBB rechnen wegen des Zwischenfalls unter dem Bahnhofplatz weder mit Verzögerungen auf den Terminplan noch mit zusätzlichen Kosten.

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