Keine Kompromisse bei der Sicherheit.

Bei der Sicherheit setzt die SBB europaweit hohe Standards: auf dem Schweizer Schienennetz überwachen mittlerweile 100 Zugkontrolleinrichtungen (ZKE) den Bahnverkehr. Rund um die Uhr übernehmen die ZKE automatisch eine Vielzahl von Kontrollfunktionen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs. Bis 2016 soll es auf dem SBB Netz 200 ZKE geben.

In Coppet nahm die SBB unlängst die 100. ZKE-Anlage in Betrieb. Die verschiedenen Mess- und Sensoranlagen übernehmen rund um die Uhr automatisch eine Vielzahl von Kontrollfunktionen. Sie erkennen technische Mängel, bevor diese auf dem Schienennetz zu einem Ereignis führen können – beispielsweise Lastverschiebungen, Lastüberschreitungen, Profilüberschreitungen oder Austritte chemikalischer Gefahrgüter. Die erste Anlage wurde 1973 eingebaut. Die Messanlagen sind vernetzt und mit dem ZKE-Interventionszentrum in Erstfeld verbunden. Von hier aus werden bei einem eingegangenen Alarm unverzüglich die notwendigen betrieblichen Schritte eingeleitet.

Mit derzeit 81 Anlagen steht die Heissläufer- und Festbremsortung am häufigsten im Einsatz. Bei voller Streckengeschwindigkeit misst diese die Temperatur der Achslager und Bremsscheiben vorbeifahrender Züge. Bei der Messung erkennen die Anlagen festsitzende Bremsklötze, heisse Bremsscheiben und heissgelaufene Achslager. 2009 wurden von diesen Messanlagen rund 2500 Alarme ausgelöst, wovon insgesamt 21 als betriebsgefährlich eingestuft wurden. Seit 1998 hat es wegen Heissläufern oder blockierten Bremsen keine Entgleisung mehr gegeben.

Mit den 100 ZKE auf ihrem Schienennetz besitzt die SBB ein europaweit einzigartiges Kompetenzzentrum für ZKE. Trotz den künftigen Herausforderungen bei der Finanzierung der Bahninfrastruktur macht die SBB bei der Sicherheit keine Kompromisse. Das bestehende ZKE-Netz wird weiter ausgebaut: Bis 2016 sollen auf dem Schweizer Schienennetz insgesamt 200 Messanlagen im Einsatz stehen. Die ZKE leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs in der Schweiz.

Weiterführender Inhalt