Aktuelle Informationen zum Italienverkehr auf der Gotthardachse.

Die SBB setzt Richtung Mailand vereinzelt ICN-Neigezüge anstatt der ETR 470-Kompositionen ein. Dies führt dazu, dass die Fahrgäste in Chiasso für die Fahrt Richtung Mailand jeweils auf Wagenmaterial von Trenitalia umsteigen müssen. Diese Massnahme ist nötig, weil die Instandhaltungsarbeiten an der ETR-470-Flotte in nächster Zeit intensiviert werden müssen.

Aufgrund der immer wieder auftretenden Störungen der ETR-470-Neigezüge haben die SBB seit der Übernahme der Cisalpino-Verkehre eine Reihe von Massnahmen ergriffen, um die negativen Auswirkungen für die Kundinnen und Kunden zu minimieren. Die technischen Störungen der anspruchsvollen ETR-470-Flotte konnten zwar gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent reduziert werden, in den letzten zwei Wochen ist die Verfügbarkeit der Züge jedoch wieder gesunken. Um die Flotte intensiver warten zu können, setzt die SBB auf der Strecke Zürich–Mailand anstelle der ETR-470-Züge vereinzelt ICN-Kompositionen ein. In Chiasso müssen die Fahrgäste deshalb teilweise auf einen anderen Zug umsteigen, der zwischen Chiasso und Mailand verkehrt. Durch das Umsteigen verlängert sich die Reisezeit nach Mailand um 4 bis 8 Minuten. Folgende Züge sind davon betroffen:

  • Ab sofort bis zum 11.12.2010: EC 12 / EC 17 EC 20 / EC 25
  • Vom 12.12.2010 bis 31.1.2011: EC 13 / EC 16 / EC 21 / EC 24

Weiter werden ab dem 12.12.2010 bis zum 31.1.2011 alle Züge zwischen Zürich und Chiasso mit einem zusätzlichen ICN doppelt geführt. So kann garantiert werden, dass die Züge auf der Gotthardachse über die Festtage stabil verkehren. Die SBB empfiehlt den Fahrgästen allerdings, genügend Zeit einzurechnen und die Umsteigezeit für die Anschlussverbindungen zu beachten.


Reisezeitverlängerungen beim ETR 610 via Luzern.

Wie bereits angekündigt, wird ab Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2010 ein zusätzliches Zugspaar zwischen Basel–Luzern–Mailand–Venedig verkehren. Diese Verbindungen werden mit Neigezügen des Typs ETR 610 geführt. Da eine vollständige Zulassung des BAV für den Einsatz der Neigetechnik am Gotthard zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vorliegt, werden diese Züge vorerst ohne Neigetechnik verkehren. Der daraus resultierende Zeitverlust kann nur teilweise durch eine erhöhte Geschwindigkeit im Gotthard-Scheiteltunnel kompensiert werden. Dies führt zu einer Ankunftsverspätung in Milano von rund 20 Minuten. Aufgrund der geplanten Wartezeit von 45 Minuten in Milano treffen die Fahrgäste dennoch pünktlich in Venedig ein.

Im komplexen Bewilligungsverfahren müssen im Dossier noch einzelne Punkte zu den Messauswertungen genauer geklärt werden. Die SBB müssen in diesem Zusammenhang noch Unterlagen nachliefern. Die Experten vom BAV und der SBB arbeiten intensiv daran, damit die Betriebsbewilligung für das bogenschnelle Fahren so rasch als möglich erteilt werden kann.

Auf der Lötschberg- und der Lémanachse hat sich der Betrieb mit den neuen ETR-610-Neigezügen bewährt. Auch sind die Kundenreaktionen zum ETR 610 positiv, insbesondere zu Komfort und Design.

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