Zehn Jahre im Dienste von Kunden mit einer Behinderung.

Seit zehn Jahren bietet die SBB Kunden mit einer Mobilitätseinschränkung einen besonderen Service. Ein Anruf auf die Gratisnummer 0800 007 102 bis eine Stunde vor Abfahrt des Zuges genügt, damit Reisende mit einer Behinderung in einem der 170 Stützpunktbahnhöfe eine Ein- und Ausstiegshilfe erhalten. Allein im Jahr 2009 wurden vom SBB Call Center Handicap in Brig 44 000 Aufträge angenommen und durch das Personal 121 000 Hilfeleistungen erbracht.

Am 28. Mai 2000 nahm sich die SBB zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV), dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und der Fachstelle Behinderte und öffentlicher Verkehr (BöV) der Herausforderung «Mobilität für alle» an und schuf ein erweitertes Mobilitätskonzept für Kundinnen und Kunden mit einer Behinderung.

Inzwischen verteilen sich auf 170 Stützpunktbahnhöfen insgesamt 60 Mobilitätshelfer. Sie stehen Reisenden mit einer Mobilitätseinschränkung beim Ein- und Ausstieg aus den Zügen helfend zur Seite. Diese Dienstleistung bietet die SBB für alle Reisenden im Rollstuhl, für Gehbehinderte, Blinde und Sehbehinderte sowie für geistig Behinderte an.

Täglich können Reisende mit einer Behinderung zwischen 6.00 und 22.00 Uhr mit einem Gratisanruf beim SBB Call Center Handicap (0800 007 102) bis eine Stunde vor der Abfahrt des Zuges ihre Bahnfahrt durch die Schweiz organisieren. Auch Daueraufträge für tägliche Reisen sind möglich. Für Reisen ins Ausland ist eine Anmeldung zwei Tage im Voraus notwendig.

Die Serviceleistungen der SBB für handicapierte Reisende werden rege nachgefragt: 2009 wurden 44 000 Aufträge, vor allem von Kunden im Rollstuhl, entgegen genommen und insgesamt 121 000 Hilfeleistungen von Mobilitätshelfern, Zugpersonal oder der SOS-Bahnhofhilfe erbracht. Parallel dazu wurden die Fahrzeuge und Infrastrukturen in dieser Dekade auch verstärkt auf die Bedürfnisse von Reisenden mit einer Behinderung ausgerichtet. Beispielsweise dank der Beschaffung von Rollmaterial mit Niederflur-Einstieg, höherer Perrons oder des Baus von Rampen und Liften können heute auch Personen mit eingeschränkter Mobilität ohne Hilfe ein- und aussteigen.

Das Engagement der SBB wird geschätzt, auch handicapierte Kundinnen und Kunden fühlen sich bei der SBB gut aufgehoben: Auf einer Zehnerskala bewerteten sie die Services mit einer Note von 8,8.

2000 Ausarbeitung des Mobilitätskonzeptes für Reisende mit einer Behinderung.
28. Mai 2000 Einweihung des SBB Call Center Handicap in Brig und Einführung der Mobilitätshelfer in den Regionen.
2003 Einführung von Niederflur-Fahrzeugen im Seetal.
2004

Inkrafttreten des Behinderten-Gleichstellungsgesetzes.

Einführung von Niederflur-Fahrzeugen bei der Stadtbahn Zug.

2005

Einführung von Niederflur-Fahrzeugen (Flirt) bei der Regio-S-Bahn Basel.

Verleihung des «Weissen Stocks» durch den Verband SZBLIND.

2006 Einführung von Doppelstockwagen mit Niederflur-Einstieg bei der S-Bahn Zürich.
2007 Einführung von Niederflur-Fahrzeugen bei der Tessiner S-Bahn.
2009

Verleihung des Golden Headset Award «Consumer Focus» für den ausgezeichneten Kundenservice des SBB Call Center Handicap.

Einführung von Niederflur-Fahrzeugen im Regionalverkehr im Wallis (RegionAlps) und beim Glarner Sprinter.

Unter www.sbb.ch/fotoLink öffnet in neuem Fenster. stehen Bilder von den SBB Serviceleistungen für Reisende mit Handicap zum Download zur Verfügung.

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