Neues Energie-Management-System für eine sichere Bahnstromversorgung.

Die SBB vergibt den Auftrag zur Lieferung eines Energie-Management-Systems (EMS) und eines Fahrstromleitsystems (FSL) an die PSI AG mit Sitz in Aschaffenburg (D). Das EMS soll Anfang 2013, das FSL zwischen Juli 2012 und Oktober 2013 in Betrieb genommen werden. Die neuen Systeme sind notwendig, um die Stromversorgung der Bahn auch in Zukunft ausreichend sicherzustellen. Die Investitionen betragen rund 43 Mio Franken.

Das neue Energie-Management-System (EMS) regelt, optimiert und überwacht die Energieproduktion und -übertragung auf dem Weg vom Kraftwerk bis zur Einspeisung in das Fahrleitungsnetz. Das Fahrstromleitsystem (FSL) steuert und überwacht das Fahrleitungsnetz entlang der Bahnstrecken.

Mit der Einführung des EMS und FSL werden auch die Systemarchitektur harmonisiert und die Informatik nach aktuellen Standards realisiert. Dem Bedienpersonal wird ein modernes Trainings- und Schulungssystem zur Verfügung stehen. Zudem wird das Alarm- und Störungsmanagement auf neue betriebliche Anforderungen ausgerichtet. Mit dem FSL werden die Voraussetzungen für die Integration der drei Kreisleitsysteme in die neuen SBB Betriebszentralen geschaffen. Die Systeme werden vollständig redundant realisiert, aufgeteilt auf mehrere Standorte.

Heute umfasst die Bahnstromversorgung das zentrale Netzleitsystem, drei Sektorleitsysteme, drei Kreisleitsysteme und zwölf Fernsteuerzentralen. Diese Systeme erreichen 2013 ihr technisches und wirtschaftliches Lebensende.

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