Startschuss zum Doppelspurausbau zwischen Jestetten Süd und Fischerhölzlitunnel.

Heute Donnerstag, 15. Juli, haben mit einer kleinen Feier die Bauarbeiten für die Doppelspurausbauten Jestetten Süd–Fischerhölzlitunnel bei Schaffhausen begonnen. Vertreter von Bund, kantonaler und lokaler Politik aus Deutschland und der Schweiz sowie von der SBB waren beim Baustart anwesend. Die Doppelspurausbauten erfolgen im Rahmen des Anschlusses der Schweiz ans europäische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz (HGV-A). Zudem ermöglichen sie den Halbstundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich. Im Rahmen der Arbeiten werden auch die Bahnhöfe Jestetten und Lottstetten modernisiert und behindertengerecht gestaltet.

Heute starten die Arbeiten für die Doppelspurausbauten zwischen Jestetten Süd (D) und Fischerhölzlitunnel bei Schaffhausen. Mit einer kleinen Feier im Bahnhof Jestetten begingen Ira Sattler, Bürgermeisterin Jestetten, Dr. Reto Dubach, Regierungsrat Schaffhausen, Ronald Menzi, Projektleiter HGV-A vom BAV und Georg Schmalz, SBB Projektleiter ZEB & HGV-A, den symbolischen Spatenstich.

Die Doppelspurausbauten zwischen Jestetten Süd und Fischerhölzlitunnel sind Teil der HGV-Anschluss-Ausbauten. Das HGV-Anschlusskonzept beruht auf einer Vielzahl von kleinen und mittleren Aus- und Neubauvorhaben, um die Anbindung der Ost- und Westschweiz an das Bahn-Hochleistungsnetz in Deutschland und Frankreich zu verbessern. Die Schweiz soll nach dem Willen des Schweizer Volkes besser an diese Linien angeschlossen werden.

Die Ausbauten ermöglichen – die entsprechenden Ausbauten in Deutschland vorausgesetzt – eine Fahrzeitverkürzung von 20 Minuten zwischen Zürich und Stuttgart. «Es braucht ein zweites Gleis für die Verbindung zweier Metropolitanräume und von zwei Eisenbahnnetzen, die stärker zusammenwachsen wollen. Mit dem Ausbau der Strecke zwischen Zürich und Schaffhausen leistet die Schweiz einen wesentlichen Beitrag», sagte Regierungsrat Dubach. Vom Ausbau profitiert jedoch nicht nur der internationale, sondern auch der innerschweizerische Verkehr: «Wir freuen uns schon heute, wenn wir Ende 2012 den lang ersehnten Halbstundentakt von Zürich nach Schaffhausen einführen dürfen», ergänzte Ronald Menzi vom BAV in seiner Rede.

Im Rahmen der Arbeiten werden zudem die Bahnhöfe Jestetten und Lottstetten modernisiert und behindertengerecht gestaltet. «Die Perrons werden erhöht und ermöglichen so den Reisenden das stufenfreie Eintreten in den Zug. Dies ist insbesondere für Reisende mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrende ein grosser Vorteil», so Georg Schmalz von der SBB. Am Bahnhof Jestetten baut die SBB zudem einen Aussenperron mit Personenunterführung als Zugang. «Für Jestetten ergibt sich mit dem modernisierten Bahnhof ein Mehrwert. Wir erhalten einen barrierefreien Bahnhof, der künftig auch von den nördlich der Bahnlinie gelegenen Wohngebieten direkt zugänglich sein wird», sagte Bürgermeisterin Ira Sattler in ihrer Rede. Die Haltestelle Altenburg-Rheinau wird, wie bereits bekannt, im Rahmen des HGV-A-Projekts aufgehoben.

Der Ausbau zwischen Jestetten Süd und Fischerhölzlitunnel dauert voraussichtlich bis Ende 2012, im Jahr 2013 finden dann noch Abschlussarbeiten statt. Es ist das zweite Teilprojekt im Doppelspurausbau zwischen Bülach und Schaffhausen. Das erste Teilprojekt – der Ausbau zwischen Hüntwangen und Rafz – begann 2009 und wird Ende dieses Jahres fertig gestellt. Die Gesamtinvestitionen in die HGV-Anbindung zwischen Bülach und Schaffhausen belaufen sich auf rund 155 Millionen Franken, die Arbeiten am zweiten Abschnitt belaufen sich auf 107 Millionen Franken (nach Preisstand 2010). Das Projekt wird weitgehend durch den Bund aus dem Finöv-Fonds finanziert.

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