Keine Entlassungen bei Zug-Chefs der Zürcher S-Bahn.

Wie bereits an der Pressekonferenz vom 31. August 2010 angekündigt, werden der Zürcher Verkehrsverbund ZVV und die SBB ab 2011 ein neues Sicherheitskonzept im ZVV-Gebiet einführen. Betroffene Zug-Chefs übergaben hierzu dem ZVV und der SBB heute eine Protestnote. Entgegen der Angaben von Gewerkschaften und den Betroffenen kommt es zu keinen Kündigungen. Die 220 SBB-Zug-Chefs sind durch den SBB-Gesamtarbeitsvertrag abgesichert und erhalten alternative Stellenangebote.

Für den ZVV und seine Verkehrsunternehmen steht gleichermassen die Sicherheit der Fahrgäste wie auch des Personals im Zentrum. Das heutige System weist diesbezüglich jedoch eindeutig Lücken auf. So sind Aggressionen gegenüber dem Zugpersonal insbesondere bei der Ticketkontrolle leider eine Tatsache. Dies bestätigt auch die Gewerkschaft SEV. Auf Ticketkontrollen kann jedoch im öffentlichen Verkehr nicht verzichtet werden. Denn jedes Jahr muss der Steuerzahler die dadurch entstehenden Verluste in zweistelliger Millionenhöhe berappen.


Besserer Schutz für Personal und Fahrgäste

Die Forderung des SEV, die Zug-Chefs zum eigenen Schutz von Sicherheitskräften oder der Transportpolizei begleiten zu lassen, ist jedoch nicht umsetzbar. Vielmehr hat der ZVV entschieden, von der SBB ein neues Sicherheitskonzept erarbeiten zu lassen. Dieses sieht vor, dass künftig Transportpolizei, Sicherheitsdienst, Kontrolldienst und Präventionsdienst verbundweit für Sicherheit und Ticketkontrolle zuständig sind. So werden Fahrgäste, aber auch Personal besser geschützt, da kompetente Leute je nach Bedarf und objektiver Lage richtig eingesetzt werden. ZVV und SBB sind überzeugt, dass das neue System zu mehr Präsenz auf dem gesamten Netz führt, denn es handelt sich nicht um eine Sparübung.


Keine Entlassungen

Die heutige durchgehende Zugbegleitung nach 21.00 Uhr wird mit dem neuen System abgelöst. Allerdings führt dies zu keinen Entlassungen, wie die SBB bereits an der Medienkonferenz betont hatten. Die 220 betroffenen Zug-Chefs sind durch den Gesamtarbeitsvertrag der SBB abgesichert. Die betroffenen Mitarbeitenden wurden an Informationsveranstaltungen über ihre Optionen informiert. Zudem laufen persönliche Gespräche mit jedem einzelnen Mitarbeitenden.

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