Zürich HB: Baustelle der Durchmesserlinie durch Unia blockiert.

Seit heute Montagnachmittag ist der Zugang zur Baustelle des Bahnhofs Löwenstrasse durch die Gewerkschaft Unia blockiert. Die Blockade wurde trotz laufender Verhandlungen zwischen der SBB/Arbeitsgemeinschaft Bahnhof Löwenstrasse und der Unia veranlasst. Die SBB verurteilt diesen Wortbruch.

Seit August 2011 arbeiten Bauteams der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Bahnhof Löwenstrasse direkt unter den Gleisen des Hauptbahnhofs Zürich. Sie bauen dort die Durchmesserlinie, welche Mitte 2014 eröffnet wird. Auf den betroffenen Gleisen 11–14 verkehren täglich 20 Züge mit offenen Toiletten, bei denen es zu abfallendem Abwasser kommt.

Die Bauherrin SBB und die ausführende ARGE Bahnhof Löwenstrasse bedauern die Unannehmlichkeiten für die betroffenen Mitarbeitenden und haben deshalb verschiedene Massnahmen umgesetzt: Bereits Anfang September wurde eine wasserfeste Abdeckung auf den betroffenen Gleisen installiert. Diese hält 95 Prozent der tropfenden Flüssigkeiten zurück. Zudem weisen Hinweisschilder in jeder Toilette die „Besucher“ bereits jetzt darauf hin, dass das WC während des Zugaufenthaltes auf Bahnhöfen nicht zu benützen ist. 

Ab morgen Dienstag werden zusätzlich jeweils die ersten drei Wagen vor Einfahrt in die betreffenden Gleise des Zürcher Hauptbahnhofs durch das Zugpersonal geschlossen und erst nach der Ausfahrt wieder geöffnet. Mit diesen Massnahmen werden die Arbeitenden vollständig vor Abwasser geschützt sein. Jedoch können die Züge weiterhin von den Wagen heruntertröpfelndes Regenwasser mit sich führen.

Bereits letzten Mittwoch haben SBB und ARGE Bahnhof Löwenstrasse diese Massnahmen eingeleitet. Für übermorgen Mittwoch wurde ein zweiter Termin mit der Unia festgelegt, bei dem die Massnahmen hätten präsentiert und besprochen werden sollen. Dass die Unia sich nicht an die vereinbarten Abmachungen hält und nun die Baustelle blockiert, verurteilt die SBB scharf. Zudem wurde eine unbewilligte Flugblatt-Verteilaktion der Unia im Hauptbahnhof Zürich durch die Polizei unterbunden.

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