1. Klasse-Reisezugwagen Am61: Deutsche Bahn tritt von Vertrag zurück.

Das seit über einem Jahr laufende Projekt “Verkauf und Refit von 15 Eurofima-Reisezugwagen Am61“ der SBB an die Deutsche Bahn (DB) hat unter anderem wegen des harten Schweizer Frankens ein vorzeitiges Ende gefunden: Die DB hat beschlossen, das Projekt nicht weiter zu verfolgen und von den im Vertrag vorgesehenen Ausstiegsklauseln für den Kauf weiterer 13 Fahrzeuge des gleichen Typs Gebrauch zu machen.

Zwei 1. Klasse-Reisezugwagen Am61, die bereits an die DB verkauft und nach deren Wünschen umgebaut wurden, verbleiben im Besitz der DB. Die SBB sucht nun für die übrigen 13 Fahrzeuge einen neuen Kaufinteressenten.

Ausschlaggebend für den in beidseitiger Absprache erfolgten Projektabbruch sind folgende Punkte:

  • Höhere Kosten in Zusammenhang mit der Wechselkursentwicklung.
  • Die DB kann ihren Fahrzeugbedarf aufgrund interner Maßnahmen abdecken.
  • SBB und DB haben in Kenntnis von Kostenentwicklungen vergleichbarer Projekte und auch in Anbetracht der unsicheren Wechselkursentwicklung bereits bei Vertragsabschluss eine Ausstiegsoption nach Fertigstellung der beiden Prototypen vorgesehen. Damit wurde bereits beim Start des Projekts einer Risikominimierung für beide Partner Rechnung getragen.


Die beiden abgelieferten Prototyp-Wagen verstärken einen bereits knapp 30 vergleichbare Wagen umfassenden Fahrzeugpool der DB. 

SBB und DB bedauern, dass der Auftrag unter den gegebenen Umständen abgebrochen werden musste, setzen aber zu mehreren anderen Themen ihre enge Partnerschaft fort. Die SBB nimmt beispielsweise in diesem Winter die Entstörung von ICE-1-Triebzügen in Zürich auf und stärk damit den gemeinsamen grenzüberschreitenden ICE-Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland.

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