Rütti–Zollikofen: Drittes Gleis Funken sprühend eingeweiht.

Die SBB, der Kanton Bern und die Gemeinde Zollikofen weihten heute Morgen gemeinsam das «3. Gleis Rütti–Zollikofen» ein. Das rund zwei Kilometer lange Gleis beseitigt ein bahntechnisches Nadelöhr und sorgt für mehr Zug im Kanton Bern. Es ermöglicht ab Mitte Dezember 2011 ein verdichtetes S-Bahn-Angebot zwischen Münchenbuchsee, Bern und Belp sowie zusätzliche RegioExpress-Züge zwischen Bern, dem Berner Oberland und dem Wallis.

Das «3. Gleis Rütti–Zollikofen» ist fertiggestellt. Die Berner Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, der Zollikofer Gemeindepräsident Stefan Funk und Markus Geyer, Leiter Projekte SBB, weihten es am heute Morgen mit einem Feuerwerk ein. Sie zündeten so symbolisch den Angebotsausbau ab Mitte Dezember 2011. «Die S3 kann nun im Viertelstundentakt zwischen Münchenbuchsee, Bern und Belp verkehren», freute sich Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer. Dank dem dritten Gleis fahren zudem die Lötschberger-Züge aus dem Oberland künftig bis Bern. «Nun wird es den ganzen Tag über Direktverbindungen ab dem Knoten Bern ins Kandertal, ins Simmental und ins Oberwallis geben», so Egger-Jenzer. Gleichzeit verbessert das dritte Gleis die Zufahrt des Güterverkehrs zum Lötschberg. «Es war eine intensive zweijährige Bauzeit», unterstrich Markus Geyer, Leiter Projekte SBB, in seinem Referat. «Die Bau- und Fachleute haben diese Leistung neben laufendem Bahnbetrieb erbracht. Das ist eine Operation am offenen Herzen. Das erfordert minutiöse Planung, Abstimmung und ein hohes Sicherheitsdenken», so Geyer.

Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf insgesamt 70 Millionen Franken. 45 Millionen Franken stammen aus der Leistungsvereinbarung zwischen dem Bund und der SBB. Der Kanton Bern hat sich mit rund 25 Millionen Franken beteiligt. Letzte Fertigstellungsarbeiten an den Gleisanlagen laufen noch bis im Sommer 2012. Die Gemeinde Zollikofen leistete zusätzlich einen Beitrag von 280 000 Franken an die Verbreiterung der Unterführung Länggasse. Dies als Vorinvestition für das Projekt «Entwicklungsschwerpunkt Zollikofen», abgekürzt ESP. «Die Verbreiterung ermöglicht künftig eine separate Führung des Langsamverkehrs durch die Unterführung», erklärte der Zollikofer Gemeindepräsident Stefan Funk. Er betonte: «Der öV-Knotenpunkt Bahnhof Zollikofen und der Ausbau der S-Bahn Bern ist für die Entwicklung des ESP von zentraler Bedeutung.»


Das «3. Gleis Rütti–Zollikofen» in seinen Teilprojekten (Hauptarbeiten):

  • Bau eines neuen, rund zwei Kilometer langen Gleises
  • Umbau der bestehenden rund zwei Kilometer langen Doppelspur
  • Neubau und Verlängerung der Rütti-Brücke
  • Verbreiterung der Unterführung Länggasse
  • Verlegung und Renaturierung des Steinibaches zwischen Rütti und Ober-zollikofen
  • Spurwechsel zur Anbindung des neuen Gleises im Bahnhof Zollikofen sowie in Schönbühl und Münchenbuchsee
  • Spurwechsel zur Anbindung des neuen Gleises zwischen Bern Wankdorf und Ostermundigen.
  • Neues Stellwerk in Zollikofen
  • Erhöhung und Verlängerung des Perrons Gleis 1 im Bahnhof Zollikofen
  • Verbreiterung des Mittelperrons Gleis 2/3 und Verlängerung des Perrondaches

Das «3. Gleis Rütti–Zollikofen» in Zahlen:

  • Beginn der Vorarbeiten: Anfang Oktober 2009
  • Fahrplanmässige Inbetriebnahme des dritten Gleises: 11. Dezember 2011
  • Abschluss der Nacharbeiten: Sommer 2012
  • Total Aushub beim Tiefbau: 22 800 Kubikmeter
  • Total eingebauter Schotter: 28 000 Tonnen
  • Anzahl eingebauter Schwellen: 10 000 Stück• Länge der eingebauten Schienen: 6 Kilometer
  • Anzahl neu erstellter Spurwechsel (Weichen): 29 Stück
  • Neue Fahrleitungsmasten: 120 Stück
  • Länge des neuen Fahrleitungsdrahtes (ohne Tragseile): 14,5 Kilometer
  • Neue Hauptsignale: 23 Stück
  • Neue Zwergsignale: 60 Stück
  • Gesamtinvestitionskosten: 70 Millionen Franken

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