DPZ Plus: Rückgrat der Zürcher S-Bahn mit noch mehr Komfort.

Die SBB modernisiert die erste Generation Doppelstockpendelzüge (DPZ) der Zürcher S-Bahn. Mitarbeitende des SBB Industriewerks Olten bauen die rund 20-jährigen Zwischen- und Steuerwagen um und gestalten sie kundenfreundlicher: Neu bieten sie klimatisierte Fahrgasträume, frisch revidierte Innenräume und grosszügige Einstiegszonen.

Die SBB modernisiert die rund 20-jährigen Zürcher S-Bahn-Züge der ersten Generation und macht sie fit für weitere 20 Jahre: Die Mitarbeitenden des Industriewerks Olten bauen die Zwischen- und Steuerwagen der DPZ-Kompositionen zu so genannten DPZ Plus um: Plus steht dabei unter anderem für Klimatisierung, frisch revidierte Innenräume, grosszügige Einstiegszonen sowie Kundeninformationsbildschirme.

«Wir wollen den täglich über 500‘000 Fahrgästen im Raum Zürich einen noch besseren Komfort bieten», sagte Anna Barbara Remund, Leiterin SBB Regionalverkehr, anlässlich der Erstpräsentation der modernisierten Wagen. Die 115 Doppelstockkompositionen DPZ werden in den kommenden Jahren ausgehöhlt und neu aufgebaut: die Arbeiten umfassen eine Rostsanierung und Neulackierung der Wagenkästen und reichen bis zu Energiesparmassnahmen. Die bisherigen DPZ-Zwischenwagen zweiter Klasse tauscht die SBB mit neuen niederflurigen Zwischenwagen NDW aus. Zusätzlich werden im SBB Industriewerk Yverdon 115 Loks des Typs Re 450 saniert, so dass sie weitere zwanzig Jahre lang für die die modernisierten DPZ und die neuen Zwischenwagen NDW im Einsatz stehen können. Zusammen bilden Lok und Wagen das neue Rückgrat der S-Bahn Zürich.

Mitte Dezember 2011 rollen die ersten beiden DPZ Plus in die SBB Unterhaltsanlage Zürich-Altstetten. Die Fachspezialisten stellen diese dort mit der Lok Re 450 und den neuen Zwischenwagen zusammen. Die Gesamtkomposition wird anschliessend ausführlich getestet und in Betrieb gesetzt. Ab Sommer 2012 sind die modernisierten Züge auf dem Netz der S-Bahn Zürich unterwegs. Ende 2017 sollen alle 115 DPZ zu DPZ Plus umgebaut sein.

Bisherige DPZ-Zwischenwagen für die Hauptverkehrszeit

Da die Zürcher S-Bahn-Züge der ältesten Generation keinen Niederflureinstieg für mobilitätseingeschränkte Personen bieten, hat die SBB 121 neue Zwischenwagen mit Niederflureinstieg (NDW) bei einem Konsortium von Siemens und Bombardier beschafft. Die ersten NDW rollen bereits seit Mai 2011 im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes – für die SBB in blau-weissem und für die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU) in rotem Design. Die bisherigen 113 DPZ-Zwischenwagen der 2. Klasse bilden neu 13 Entlastungszüge für die Hauptverkehrszeit. Der erste dieser S-Bahn-Zusatzzüge verkehrt voraussichtlich ab Dezember 2011 zwischen Niederweningen und Zürich. Auch diese Wagen hat die SBB saniert und neue Polster und Sitzbezüge sowie geschlossene Toiletten eingebaut. Gezogen werden die Entlastungszüge von je zwei im SBB Industriewerk Bellinzona modernisierten Loks des Typs Re 420.

Die Modernisierung der S-Bahn Zürich im Überblick – Projekt LION

Die verschiedenen Arbeiten rund um die Modernisierung der S-Bahn Zürich sind im Gesamtprojekt LION zusammengefasst. Die Investitionen betragen insgesamt über 600 Mio. Franken. LION steht für die Anfangsbuchstaben folgender Arbeiten:

  • L wie Lifting Sanierung Aussenkasten DPZ: Rostsanierung, Neuanstrich. Erneuerung Innenausbau: neue Polster und Sitzbezüge, Ersatz Bodenbeläge.
  • I wie Integration: Einreihen von je einem NDW anstelle eines Zwischenwagens DPZ 2. Klasse.
  • O wie Optimierung, DPZ wird zu DPZ Plus: Einbau Klimaanlage, Kundeninformationssystem, Videoüberwachung, Steckdosen 1. Klasse. Erneuerung der Oberflächen und Innenverkleidungen im Einstiegs- und Fahrgastraum.
  • N wie Neugestaltung: Frei werdende DPZ 2. Klasse werden zu neuen Entlastungszügen während der Hauptverkehrszeit. Integration des Kundeninformationssystems und der Videoüberwachung sowie geschlossene WC-Systeme. Ertüchtigung der Lok Re 420.

Hinweis an die Redaktionen: Bilder der modernisierten DPZ-Wagen finden sich unter
www.sbb.ch/foto

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