Ein neuer, zentraler Bahnhof für Marthalen.

Ab Freitag, 25. März 2011, liegt das Projekt zum neuen Bahnhofstandort auf der Gemeinde Marthalen öffentlich auf. Das Projekt ist im Rahmen der Ausbauten der 4. Teilergänzungen S-Bahn-Zürich geplant. Es umfasst einen Neubau des Bahnhofs mit zwei durch Rampen- und Treppenaufgängen erschlossenen Aussenperrons und die Realisierung einer neuen Stellwerkanlage. Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs ist für Ende 2014 vorgesehen.

Im Rahmen der 4. Teilergänzungen der S-Bahn-Zürich haben SBB, ZVV und die Nachbarkantone ein neues Angebotskonzept entwickelt. Dieses soll mit Angebots- und Infrastrukturerweiterungen die Attraktivität des Bahnangebotes weiter steigern. Mit der geplanten Erweiterung des Angebots werden in Marthalen unter anderem 200 Meter lange Doppelstockzüge anhalten. Die heutigen Perronanlagen erfüllen die notwendigen Anforderungen nicht. Aufgrund der begrenzten Platzmöglichkeiten am heutigen Standort ist es kostengünstiger, den Bahnhof Marthalen um rund 450 Meter in Richtung Andelfingen zu verschieben.


Näher am Dorfzentrum

Deshalb ist im Rahmen der Ausbauten der 4. Teilergänzungen in Marthalen eine Verschiebung der Haltestelle und ein Ersatz des bestehenden Stellwerks geplant. Der neue Halteort wird somit näher beim Dorfzentrum Marthalen liegen. Ab Freitag, 25. März 2011, liegt das Projekt auf der Standortgemeinde Marthalen öffentlich auf.

Im Bereich des neuen Bahnhofs sind zwei Aussenperrons mit einer Länge von 220 Metern (davon je 60 Meter überdacht), Billettautomaten, Informationstafeln und Sitzbänken geplant. Die Perrons, welche durch Rampen- und Treppenaufgänge behindertengerecht erschlossen werden, erhalten zudem im zentralen Bereich Windschutzverglasungen. Die Verbindung der Zugänge ist durch eine Personenunterführung durch den Bahndamm hindurch gewährleistet. Zusätzlich entsteht ein Nebengebäude mit einem Foto- sowie einem Warenautomaten. Auf dem Gelände zwischen Bahndamm und Feuerwehrgebäude entsteht eine Park+Rail-Anlage für gut 120 Parkplätze, welche von SBB-Immobilien gebaut und später auch betrieben wird. Beim Bahnzugang auf der Westseite wird eine Bike+Rail-Anlage mit Abstellplätzen für etwa 100 Velos und rund 24 Motorroller erstellt. Die Kosten dieser Anlage sowie diejenigen einer neuen Busvorfahrt für die bereits bestehenden Postautolinien und einer WC-Anlage werden von der Gemeinde Marthalen und den Anrainergemeinden (Benken, Trüllikon, Kleinandelfingen, Rheinau, Laufen-Uhwiesen und Feuerthalen) getragen. Zudem stellt die Gemeinde Marthalen das notwendige Land für die Zubringeranlagen in einem Baurecht zur Verfügung.

Beim bestehenden Bahnhof werden alle kundenrelevanten Publikumsanlagen rückgebaut. Die Anlagen für den Güterverkehr und die Baudienste bleiben bestehen. Die Verlegung des Haltepunktes erfordert neben dem Neubau der Publikumsanlagen auch eine neue Stellwerkanlage, welche in einem neuen Technikgebäude beim bestehenden Bahnhof realisiert wird.


Gemeinsame Finanzierung

Die Gesamtprojektkosten betragen ca. 30 Mio. Franken. Diese werden durch den Kanton Zürich, die SBB und die Gemeinde Marthalen inklusive Anrainergemeinden getragen. 35 Prozent der Kosten soll der Bund mit Mitteln aus dem Programm für den Agglomerationsverkehr übernehmen. Der Kantonsrat genehmigte das Gesamtprojekt im Oktober 2010. Die Abstimmung für die Kreditvorlagen in den jeweiligen Gemeinden ist Ende 2011 vorgesehen. Die Realisierung des Projekts erfolgt in den Jahren 2013 und 2014.


Zusätzliches Angebot im Rahmen der 4. Teilergänzungen der S-Bahn

Das Weinland und damit auch Marthalen wird ab Ende 2018 mit der Inbetriebnahme der 3. Etappe der 4. Teilergänzungen der S-Bahn Zürich eine wesentliche Angebotsverbesserung erhalten. Ab diesem Zeitpunkt können die Bahnkunden dank der nach Schaffhausen verlängerten S12 stündlich umsteigefrei nach Zürich reisen. In der anderen halben Stunde verkehrt weiterhin die S33 – mit Umsteigemöglichkeiten auf den Fernverkehr in Winterthur.

Weitere Informationen finden Sie unter www.4-teilergaenzungen.chLink öffnet in neuem Fenster.

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