Steigender Wasserspiegel: Vorsicht bei Freizeitaktivitäten an der Sihl.

Um den Wasserstand des Sihlsees zu regulieren, muss die Etzelwerk AG nach Dauerregen oder aus betrieblichen Gründen Wasser in die Sihl ablassen. Die Folge davon ist ein plötzlicher Anstieg des Flusspegels. Bei Freizeitaktivitäten an der Sihl ist deshalb Vorsicht geboten und das Flussbett bei steigendem Wasser unverzüglich zu verlassen.

Schönes Wetter und warme Temperaturen locken zum Aufenthalt in der Nähe der kühlen Sihl. Die SBB erinnert daran, dass sich Personen, welche sich im Bereich des Etzel-Kraftwerks im Flussbett der Sihl aufhalten, möglichen Gefahren aussetzen.

Zur Regulation des Wasserstandes des Sihlsees muss die Etzelwerk AG in folgenden Situationen Wasser in die Sihl ablassen: Wenn der Seepegel nach Dauerregen aussergewöhnlich stark ansteigt und das Kraftwerk das Wasser nicht mehr verarbeiten kann, sowie aus betrieblichen Gründen, beispielsweise bei Funktionskontrollen.

Werden die Schleusen des Sihlsees geöffnet, kann der Fluss statt den bei trockener Witterung normalen drei bis fünf Kubikmetern bis zu 150 Kubikmeter Wasser pro Sekunde mitführen und somit zum reissenden Strom werden. Ein solcher Anstieg des Pegels kann auch bei schönem Wetter und zu jeder Tages- und Nachtzeit erfolgen.

Deshalb ist bei Freizeitaktivitäten an der Sihl, insbesondere an den Badeplätzen entlang des Flusses sowie beim Aufenthalt im Flussbett, Vorsicht geboten. Bei einem Ansteigen des Wasserpegels ist das Flussbett unverzüglich zu verlassen.

Die Etzelwerk AG betreibt das in den Jahren 1932–1937 erbaute, gleichnamige Kraftwerk. Die Anlage besteht im Wesentlichen aus dem nordöstlich von Einsiedeln geschaffenen Stausee, dem Druckstollen und der Druckleitung, sowie der Zentrale bei Altendorf am oberen Zürichsee. Die Anlage wird vor allem für die Abdeckung der Bedarfsspitzen und als Pumpspeicherwerk betrieben.

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