Strecke Giswil–Meiringen unterbrochen.

Mehrere grosse Erdrutsche zwischen Giswil und Lungern haben seit gestern Nacht das Trassee der Zentralbahn verschüttet und zum Teil unterspült. Aus diesem Grund bleibt die Strecke Giswil–Meiringen für den Zugsverkehr während vier bis fünf Tagen unterbrochen. Für die Reisenden verkehren Bahnersatzbusse.

Ein heftiges lokales Gewitter zwischen Giswil und Lungern hat gestern Abend das Trassee der Zentralbahn an mehreren Stellen verschüttet. Stark betroffen ist der Zahnstangenabschnitt zwischen Giswil und Kaiserstuhl im Bereich des «Marchgrabens». Dort haben rund 300 Kubikmeter Geröll das Gleis auf einer Länge von 50 Metern verschüttet. Zudem wurde das Trassee auf einer Länge von 150 Meter vom Wasser unterspült. Auch zwischen Kaiserstuhl und Lungern beim «Schiessgraben» wurden Gleis und Trassee stark in Mitleidenschaft gezogen. Da beide Stellen mit Warnsystemen überwacht werden, konnten die nötigen Massnahmen sofort eingeleitet werden.

Am frühen Morgen haben die Aufräumarbeiten begonnen. Da das Gebiet sehr schwer zugänglich ist und das Trassee stark unterspült ist, werden die Aufräumarbeiten gemäss ersten Einschätzungen vier bis fünf Tage dauern. Während dieser Zeit verkehren Bahnersatzbusse. Diese fahren gemäss Zugsfahrplan. Die Anschlusszüge in Giswil und Meiringen warten die Busse ab. Die Busse halten jeweils am Bahnhofsplatz, ausser in Lungern (Dorfkappelle) und in Kaiserstuhl (Restaurant Kaiserstuhl). Die Zentralbahn rät trotzdem Reisenden von Luzern nach Interlaken in den nächsten Tagen über Bern zu fahren. Die Höhe der Schadenssumme beträgt gemäss ersten Schätzungen. 2 bis 3 Mio. Franken.

Weiterführender Inhalt