Zugkontrolleinrichtungen (ZKE): Pionierin SBB will internationale Vernetzung stärken.

Auf dem Schweizer Schienennetz überwachen mittlerweile 110 Zugkontrolleinrichtungen (ZKE) den Bahnverkehr. Durch ihre landesweite Vernetzung leisten sie in der Schweiz einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Sicherheit des Eisenbahnverkehrs. Auf Initiative und unter Mitwirkung der SBB haben sich heute über 100 ZKE-Spezialisten aus aller Welt in Luzern getroffen. Um die Pünktlichkeit im grenzüberschreitenden Verkehr zu steigern, soll die internationale Vernetzung im Bereich der ZKE ausgebaut werden.

In der Schweiz stehen 110 ZKE-Anlagen in Betrieb – deren Zahl steigt bis 2016 auf über 200 an. Die verschiedenen Mess- und Sensoranlagen übernehmen rund um die Uhr automatisch eine Vielzahl von Kontrollfunktionen bei vorbeifahrenden Zügen. Sie erkennen technische Mängel, bevor diese auf dem Schienennetz zu einem Ereignis führen können – beispielsweise festsitzende Bremsklötze, Lastverschiebungen, Lastüberschreitungen oder Austritte explosiver Gefahrgüter. ZKE werden je nach Anlagentyp in der Nähe der Grenzen, ausgangs von Rangierbahnhöfen oder auf den Zufahrtsstecken zu langen Tunnels eingebaut. Die ZKE leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Stabilität und Sicherheit des Eisenbahnverkehrs in der Schweiz.

Sämtliche Messanlagen der Schweiz sind untereinander vernetzt und mit dem ZKE-Interventionszentrum in Erstfeld verbunden. Das Interventionszentrum leitet bei einem eingehenden Alarm unverzüglich die notwendigen betrieblichen Schritte ein. Diese weltweit einzigartige Vernetzung ermöglicht eine Zugbeobachtung über den ganzen Fahrweg innerhalb der Schweiz. Damit unterstreicht die SBB ihre Pionierrolle im Bereich der ZKE.

Sicherer und stabilerer Zugverkehr in der Schweiz

Unter Mitwirkung der SBB fand am 22. September eine internationale ZKE-Konferenz mit über 100 Spezialisten aus 17 Ländern statt, um die Entwicklung und die internationale Zusammenarbeit im Bereich der ZKE voranzutreiben. «Die internationale Vernetzung bei den ZKE muss verstärkt werden. Durch einen grenzüber

schreitenden Datenaustausch kann ein sich abzeichnendes Problem auf der Schiene bereits am Grenzbahnhof rechtzeitig behoben werden», erklärt Urs Nietlispach, Leiter ZKE bei der SBB. Dies erlaube einen stabileren Fahrplan, noch bessere Pünktlichkeitswerte und einen sicheren Zugverkehr in der Schweiz.

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