Durchmesserlinie – Oerlikon: Bauarbeiten sind auf Kurs.

Heute Dienstagmorgen lud die SBB zu einer Besichtigung der Baustelle entlang der Bahnlinie in Zürich Oerlikon ein. Im Rahmen des Grossprojekts Durchmesserlinie erweitert die SBB sowohl den Bahneinschnitt als auch den Bahnhof um zwei Gleise. Ausserdem wird der Bahnhof modernisiert.

Die Bauarbeiten in Oerlikon – dem nordöstlichen Ende der Durchmesserlinie – sind spektakulär. Im Bahneinschnitt stösst die Strecke, die ab dem Hauptbahnhof unterirdisch durch den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse und den Weinbergtunnel geführt wird, wieder an die Oberfläche. Dafür erweitert die SBB den bestehenden Bahneinschnitt um zwei Gleise. Die Arbeiten finden unter laufendem Betrieb statt. Links und rechts der Inselbaustelle fahren im Abstand von wenigen Minuten Züge – bis zu 800 pro Tag. «Wir können den Zugverkehr hier kaum einschränken, weil Oerlikon ein wichtiges Glied sowohl im S-Bahn- als auch im Fernverkehr ist», sagt Roland Kobel, SBB Gesamtprojektleiter der Durchmesserlinie. Dennoch sind die Arbeiten auf Kurs.

Bahnhof wird modernisiert und ausgebaut

Auch der Bahnhof Oerlikon gewinnt mit der Durchmesserlinie und den 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn an Bedeutung. Damit der Mehrverkehr ab Juni 2014 – in Zukunft verkehren elf statt bisher sieben S-Bahn-Linien in Oerlikon – bewältigt werden kann, erweitert die SBB den Bahnhof um zwei Gleise. Gleichzeitig wird der Bahnhof modernisiert: «Wir verbreitern die bestehenden Personenunterführungen und Perrons und ersetzen die Perrondächer», sagt Beat Bürgin, SBB Leiter des Ausbaus Oerlikon. Ausserdem werden die Einkaufsflächen von 150 auf 2650 Quadratmeter erweitert.

Damit der Bahnhof Oerlikon künftig seiner Funktion als Verkehrsdrehscheibe in Zürich Nord besser gerecht wird, werden die Zugänge zum Bahnhof aus dem Norden und Osten verbessert. «Der Bahnhof Oerlikon öffnet sich damit gegen Leutschenbach und das Glattal hin», so Bürgin. Ausserdem realisiert die SBB zusammen mit der Stadt Zürich eine Quartierverbindung für Fussgänger und Radfahrer unter dem Bahnhof hindurch, sowie eine unterirdische Velostation.

Bis 2016 investiert die SBB für die Ausbauten in Oerlikon rund 450 Millionen Franken, die Stadt Zürich 80 Millionen. Die Arbeiten im Bahneinschnitt werden 2014 abgeschlossen, der Ausbau der Publikumsanlagen dauert bis 2016.

Lärmschutz- und Umweltmassnahmen

Im Rahmen des Baus der Durchmesserlinie nimmt die SBB zahlreiche lärmreduzierende und ökologische Massnahmen vor. In Oerlikon werden insgesamt 1500 Meter Lärmschutzwände auf den Stützmauern des Bahneinschnitts installiert, zudem 2400 Meter schallabsorbierende Elemente auf Gleishöhe, 1700 Meter Unterschottermatten und 549 Schallschutzfenster. Ausserdem ersetzt die SBB mit vielen Massnahmen die Lebensräume, die baubedingt wegfallen: Über dem Bahneinschnitt werden Steinkörbe für Eidechsen, Nistkästen für Fledermäuse sowie Sandlinsen für Wildbienen angebracht. Die Lärmschutzmassnahmen in Oerlikon kosten rund 8 Millionen Franken und werden bis 2014 realisiert.

Weitere Informationen zur Durchmesserlinie finden sich im Internet unter www.durchmesserlinie.ch.

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