Brunnen: Eine fahrende Fabrik erneuert die Gleise.

Eine 286 Tonnen schwere Gleisbaukomposition erneuert zurzeit im Bahnhof Brunnen jeweils nachts rund zwei Kilometer Gleis. Die Hauptarbeiten starteten am 25. Februar und dauern noch bis am 30. April 2012. Insgesamt ersetzt die SBB während dieser Zeit rund vier Kilometer Schienen, 3300 Schwellen und 3500 Tonnen Schotter. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 3,7 Millionen Franken.

Die SBB besitzt das meistbefahrene Bahnnetz der Welt. Was so intensiv genutzt wird, muss auch unterhalten werden. Die SBB erneuert deshalb vom 25. Februar bis 30. April 2012 jeweils nachts die Gleise 4 und 5 im Bahnhof Brunnen. An einer Baustellenführung am 14. März 2012 präsentierte die SBB die Arbeiten interessierten Journalistinnen und Journalisten. «Wir ersetzen hier vier Kilometer Schienen, 3300 Schwellen und rund 3500 Tonnen Schotter», sagte SBB Gesamtprojektleiter René Braun.

Die SBB hat die betreffenden Gleise 1985 zum letzten Mal komplett erneuert. «Seither haben wir fortlaufend kleinere Unterhaltsarbeiten ausgeführt, nun aber steht wiederum die komplette Erneuerung an, inklusive eines Wechsels von Holz- auf Betonschwellen», so SBB Projektleiter Daniel Fuhrer. Zum Einsatz kommt die Gleisbaukomposition «Puscal T» der Scheuchzer AG, einem spezialisierten Schweizer Gleisbauunternehmen. «Mit 286 Tonnen und einer Gesamtlänge von 94 Metern plus zusätzliche Material- und Energiewagen ist die Komposition eine veritable fahrende Fabrik», erklärte Erich von Arx, Direktor Markt Schweiz der Scheuchzer AG.

In einem ersten Schritt schneiden die Gleisbauer die beiden Schienen in 18 Meter lange Teilstücke, sogenannte «Gleisjoche». Dann hebt der «Puscal T» diese mit den Schwellen aus und transportiert sie mit fahrenden Portalkranen in den hinteren Teil des Zuges. Dort werden die alten Holzschwellen durch neue Betonschwellen ersetzt. Gleichzeitig hebt der zweite Teil des Umbauzuges mittels eines Spezialbaggers den Schotter aus. Via Portalkran wird anschliessend neuer Schotter zugeführt und eingebaut. Nun ist das Schotterbett bereit für den Einbau der Gleisjoche mit den neuen Schwellen. Diese liefern wiederum die Portalkrane an. Die Schienen werden nachträglich ausgewechselt.

Da die Arbeiten nachts vorgenommen werden, sind je Richtung nur die letzten beiden Züge der Linie S3 (Luzern–Brunnen–Luzern) betroffen. Sie werden vom 12. bis 15. März sowie vom 20. bis 22. März 2012 zwischen Brunnen und Schwyz durch Busse ersetzt. Vom 25. bis 27. März 2012 ersetzt die SBB den letzten S3-Zug je Richtung zwischen Brunnen und Schwyz durch Busse. Die Züge warten die Ankunft der Busse ab. Die Arbeiten sind laut.

Die Kosten für die Gleiserneuerung belaufen sich auf 3,7 Millionen Franken; ein Bruchteil der 650 Millionen, welche die SBB im Jahr 2011 für rund 26 000 Unterhaltsaufträge bezahlt – allesamt um den Betrieb und die Sicherheit auf dem meistbefahrenen Bahnnetz der Welt sicherzustellen.

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