5‘000 Tonnen Betonelemente klimafreundlich aus dem St. Galler Rheintal ins Wallis transportiert.

Wie der Wagenladungsverkehr auf der Schiene ökologisch und ökonomisch nachhaltig funktionieren kann, zeigt die langjährige Partnerschaft von SBB Cargo und der saw spannbetonwerk ag. Allein durch den Transport von Betonelementen für die neue Produktionshalle der Schollglas AG in Steg/VS liessen sich 85 Tonnen CO2 oder umgerechnet 379 Lastwagenfahrten quer durch die Schweiz vermeiden.

SBB Cargo will das Kerngeschäft Wagenladungsverkehr als leistungsfähiges, nachhaltiges Transportsystem in Zukunft stärken. Hierfür spielt die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft eine wichtige Rolle, wie sich am Beispiel der saw spannbetonwerk ag in Widnau/SG anschaulich zeigt. SBB Cargo transportierte im Herbst 2011 unter anderem 158 Wagen mit 474 Betonelementen von Widnau nach Brig. Ziel war die Baustelle der neuen Produktionsstätte des Isolierglasherstellers Schollglas (siehe Kasten). Die Fracht von insgesamt knapp 5‘000 Tonnen rollte umweltschonend über 300 Kilometer auf der Schiene vom Rheintal ins Wallis. Einzig die letzte Meile ab Brig bis zur Baustelle in Steg-Hohtenn wurde auf der Strasse zurückgelegt. «Der ganze Transport war eine logistische Herausforderung, die wir Hand in Hand ökonomisch und ökologisch optimal meistern konnten», erklärte Tobi Frei, CEO der saw gruppe, am Donnerstag in Widnau vor den Medien.

Klimaschonende Ökobilanz der saw gruppe

Doch nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes, sondern auch wirtschaftlich machen Transporte wie jener der Betonelemente vom Rheintal ins Wallis Sinn. «Die Vorteile des Wagenladungsverkehrs liegen besonders darin, grössere Gütermengen über mittlere bis lange Distanzen befördern zu können», erläuterte Wolfram Köster. Dies im Gegensatz zu Abhol- und Zustellpunkten mit kleinen Volumen oder einzelnen Wagen, die sich mit vernünftigem Aufwand kaum noch bedienen lassen. Deshalb sei das Beispiel der saw zukunftsweisend und ökologisch wie wirtschaftlich nachhaltig: «Hier können wir Transporte in grösseren Mengen bündeln und regelmässig über längere Distanzen abwickeln, also unsere Stärken voll ausspielen.»

Ein Jahr vom Standortentscheid bis zur Eröffnung

Insgesamt 7‘400 Kubikmeter Bauvolumen umfasst die neue Produktionshalle der Schollglas Schweiz in Steg-Hohtenn, die Anfang Februar 2012 eröffnet worden ist. Allein das Hauptgebäude ist über 100 Meter lang, 66 Meter breit und fast 10 Meter hoch. Zwischen dem Standortentscheid im Februar 2011 und der Inbetriebnahme lag lediglich ein Jahr. „Betonelementbau ist sehr termin- und kostensicher, die Lebensdauer aussergewöhnlich hoch und die Reparaturanfälligkeit tief", erklärte Christoph Göldi, Mitinhaber des Architekturbüros göldi+eggenberger ag.

Bei der Konstruktion der Produktionshalle nach Minergie-Standard war die Nachhaltigkeit für Schollglas Schweiz zentral. „Das konstante Raumklima und das grosse Energiespeichervermögen sprachen für einen Betonmassivbau statt einem Stahlleichtbau", sagt Michael Göldi, CEO von Schollglas Schweiz. Das Hallendach beherbergt zudem die grösste Solarenergieanlage im Oberwallis. Sie ist 2‘600 Quadratmeter gross und liefert jährlich 420'000 Kilowattstunden Strom, was den Bedarf von 84 Haushalten deckt.

Box zur Erläuterung

Wie beschrieben erfolgte der Transport der Betonelemente vom Kanton St. Gallen ins Wallis mit SBB Cargo. Dank dem klimafreundlichen Bahntransport über die Distanz von 300 km von Heerbrugg nach Brig konnten im Vergleich zu einem Transport der Betonelemente auf der Strasse von einem näher gelegenen Betonelementwerk – als Rechenbeispiel für die Transportdistanz von 80 km – rund 28 Tonnen CO2 eingespart werden.

Ein Bild des Transportes können Sie hier (JPG, 1.0 MB)Dieses Dokument ist nicht barrierefrei. (JPG, 1.0 MB) herunterladen.

Fotos von der Medienkonferenz finden sie ab ca. 14. Uhr auf www.sbbcargo.com/de/fotoLink öffnet in neuem Fenster. -> Fotogalerie.

Weitere Auskünfte:

Michael Göldi, Geschäftsführer Schollglas AG Altstätten, Tel. +41 71 757 37 00

Christoph Göldi, Mitinhaber göldi+eggenberger ag, Tel. +41 71 757 11 55

Tobi Frei, CEO saw gruppe, Tel. +41 79 470 33 30

SBB Medienstelle, Tel. +41 51 220 41 11

Weiterführender Inhalt