Regio-S-Bahn Basel: Bekenntnis zu grenzüberschreitender Mobilität zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass.

Attraktive Bahnangebote über die Grenzen des trinationalen Raums hinweg sind für die Kundinnen und Kunden zentral. Die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, die Region Elsass und die beiden Bahnen SBB und SNCF prüfen deshalb bis Ende 2012 die betriebliche Machbarkeit einer Direktverbindung von der Nordwestschweiz ins Elsass. In einem zweiten Schritt streben die beteiligten Partner ein Bahnangebot zum Euro Airport an. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Partner am Dienstag, 29. Mai, in Basel unterschrieben.

Über 35 000 Personen überqueren pro Tag die Grenze vom Elsass in die Schweiz, rund 10 Prozent tun dies mit dem bestehenden öV-Angebot. Direktverbindungen über die Grenzen hinweg sind für die Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs im Dreiland zentral. Die Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt, die Region Elsass und die beiden Bahnen SBB und SNCF arbeiten deshalb an der Wiedereinführung von direkten Bahnverbindungen zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass. Mit einer heute unterzeichneten Absichtserklärung bekräftigen die Partner ihr Engagement für den grenzüberschreitenden Verkehr. Vorgesehen ist, kurzfristig die Regio-S-Bahn der Nordwestschweiz mit Mulhouse zu verbinden. Damit entfällt das Umsteigen im Bahnhof Basel. «Wir wollen für unsere Kundinnen und Kunden so bald als möglich eine bequeme Direktverbindung zwischen der Nordwestschweiz und Mulhouse anbieten», betont Andreas Meyer, CEO der SBB.

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, Hans-Peter Wessels, unterstreicht die Wichtigkeit eines integrierten öffentlichen Verkehrs im Dreiländereck: «Für die Bevölkerung und für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung im Dreiländereck ist wichtig, dass der öffentliche Verkehr nicht an den Grenzen Halt macht.»

Machbarkeitsstudie bis Ende 2012

Die Partner prüfen bis Ende Jahr, wie ein Angebot ohne Umsteigen in Basel konkret realisiert werden kann. Fahrzeuge des Typs Flirt France könnten für die Verbindung eingesetzt werden, wozu die Zulassung der Züge auf dem französischen Netz Voraussetzung ist.

Der Anschluss des EuroAirport an das Bahnnetz

Die Prüfung einer Bahnverbindung zum EuroAiport (EAP) ist ebenfalls Teil der Absichtserklärung. Der Bahnanschluss an den EuroAirport würde den Verkehr in der Region weiter aufwerten. Hierzu muss ausgehend von der bestehenden Strecke Mulhouse-Basel eine neue Gleisverbindung und ein neuer Bahnhof direkt am EAP gebaut werden. Die dafür veranschlagten Kosten liegen bei rund 220 Millionen Euro. Die Finanzierungslösung für den Bau des Bahnanschlusses wird auf Länderebene zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz angestrebt. Gemäss heutiger Planung ist die Realisierung per 2017/2018 möglich. «Die Anbindung des Euro Airport an den öffentlichen Verkehr bringt die Grenzregion noch näher zusammen. Alle in der Region würden davon profitieren», ist Philippe Richert, Regierungspräsident der Region Elsass, überzeugt.

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