Treffen von SBB und FS Italiane: Fortschritte bei der Entwicklung des Angebots für Expo 2015 und Gotthard-Basistunnel.

SBB und Trenitalia haben bei der Entwicklung des Verkehrsangebots zwischen der Schweiz und Italien weitere Fortschritte erzielt. Ab 2016 wird Trenitalia als für den Personenverkehr zuständiges Tochterunternehmen der italienischen Staatsbahnen die zwischen der Schweiz und Italien verkehrenden ETR 470 durch die moderneren ETR 610 ersetzen. Das Infrastrukturprogramm geht planmässig voran. Dies ergab sich aus der gestrigen Sitzung in Rom zwischen einer Delegation der SBB Konzernleitung unter der Führung von Andreas Meyer, CEO, und einer Delegation der Ferrovie dello Stato Italiane unter der Führung von Mauro Moretti, CEO.

Die Vorsitzenden der beiden Bahnunternehmen nutzten das jährliche Treffen in Rom, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie im «Accordo dei Castelli» vorgesehen. «Die Förderung und der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Italien sind zweifellos von strategischer Bedeutung. Wir haben Fortschritte erzielt und sind überzeugt, dass unsere Kundinnen und Kunden ab 2015 von einem besseren Angebot und neuen Zügen profitieren können», bestätigte der CEO der italienischen Staatsbahnen, Mauro Moretti, am Rande des Treffens. «Sicherlich werden wir die Dynamik nutzen können, die die Weltausstellung Expo 2015 in Mailand in Italien auslösen wird, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen, auch im Hinblick auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016», fügte SBB CEO Andreas Meyer hinzu.

Bei der gestrigen Sitzung in Rom bestätigte Mauro Moretti ausserdem, dass Trenitalia als für den Personenverkehr zuständiges Tochterunternehmen der italienischen Staatsbahnen ab Ende 2016 die zwischen der Schweiz und Italien verkehrenden ETR 470 durch die moderneren ETR 610 ersetzen wird. Die SBB plant ihrerseits bereits ab Dezember 2014 die ETR 470 durch ETR 610 stufenweise zu ersetzen. Ab 2015 werden hauptsächlich ETR 610 der neusten Generation verkehren, was die Zuverlässigkeit und Qualität des Verkehrs auf der Nord-Süd-Achse zugunsten der Kundinnen und Kunden erheblich verbessert. Die SBB begrüsst diese Entscheidung sehr. Somit kann künftig der gesamte Verkehr auf der Nord-Süd-Achse mit einer vollständigen und erprobten Fahrzeugflotte vom Typ ETR 610 sichergestellt werden.

Bei diesem Treffen wurde zudem eine erste positive Bilanz der Qualitätsmassnahmen gezogen. Diese haben die SBB und Trenitalia im Rahmen des am 14. Juni 2013 in Zürich unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrags für den Personenfernverkehr zwischen der Schweiz und Italien eingeführt.

Erhöhung der Infrastrukturkapazität auf Kurs und Anstrengungen für die Wiederaufnahme der Arbeiten an der Linie Mendrisio–Varese

Das derzeitige Infrastrukturprogramm, insbesondere verschiedene Module zur Kapazitätserhöhung zwischen Chiasso und Mailand nach der Inbetriebsetzung des Gotthard-Basistunnels, verläuft plangemäss, wie Mauro Moretti in Rom bestätigte.

Am Treffen wurden auch die Bedürfnisse der Kunden im Güterverkehr und die Fortschritte bei den Infrastrukturarbeiten auf der Simplon-Achse besprochen.

Viel Raum widmete FS auch dem aktuellen Stand der Arbeiten auf der italienischen Baustelle der neuen grenzüberschreitenden Bahnlinie Mendrisio–Stabio–Varese. Am Treffen bestätigte Moretti erneut: «Wir setzen alles daran, damit die Arbeiten an dieser wichtigen Linie innert angemessener Frist wieder aufgenommen werden können.»

Expo 2015 – beide Partner auf dem richtigen Weg

Für die Expo 2015 in Mailand werden zwischen 300 000 und einer Million Besucher aus der Schweiz erwartet, wovon voraussichtlich 60 Prozent mit dem Zug in die lombardische Hauptstadt reisen werden. Derzeit laufen mehrere Projekte zur Entwicklung des grenzüberschreitenden Regionalangebots und des internationalen Fernverkehrs sowohl über die Lötschberg–Simplon-Achse als auch über die Gotthard-Achse. Für die Schweizer Kundinnen und Kunden soll eine schnelle, direkte und günstige Verbindung in Richtung des Bahnhofs Rho Fiera ermöglicht werden. Zudem werden derzeit ergänzend zum Verkehrsangebot Anregungen und Vorschläge für die Freizeit erarbeitet. An der Expo 2015 werden der Schweizer und der italienische Pavillon nahe beieinander liegen – ein Symbol für die Verbindung zwischen den beiden Ländern, die mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels noch stärker wird.

Der «Accordo dei Castelli»

Im August 2011 haben der Kanton Tessin, die Region Lombardei, die SBB, die italienischen Staatsbahnen FS, TILO und Trenord in Bellinzona den sogenannten «Accordo dei Castelli» unterzeichnet. Dieser Vertrag enthält die Arbeitsprogramme für zwei wichtige Meilensteine der nächsten Jahre, die unter verschiedene Abkommen zwischen der Schweiz und Italien fallen: Expo 2015 und Gotthard-Basistunnel 2016. Ziel der Partner und insbesondere von SBB und FS ist es, im Hinblick auf die EXPO 2015 und die Eröffnung des Basistunnels attraktive Verbindungen und ein umfassendes Angebot zu schaffen. Der «Accordo dei Castelli» sieht darüber hinaus Massnahmen zur Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur auf der Nord-Süd-Achse vor, mit der Inbetriebsetzung des Gotthard-Basistunnels 2016 und der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels 2019.

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