Perronausbauten S-Bahn Bern: Mehr Sitzplätze dank längeren S-Bahn-Zügen.

Die Berner Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer besichtigte am 7. November die Perronverlängerungsarbeiten am Bahnhof Bern Ausserholligen SBB. Das 2,1-Millionen-Franken-Projekt ist das erste Teilprojekt des 30-Millionen-Franken-Gesamtprojekts «Perronausbauten S-Bahn Bern». Es beinhaltet an 13 Bahnhöfen der Linien S1 und S3/S31 Perronausbauten für längere Züge. Einheitliche Perronlängen ermöglichen einen effizienteren Einsatz längerer S Bahn-Züge mit mehr Sitzplätzen für die Reisenden.

Im Bahnhof Bern Ausserholligen SBB verlängert das Bauteam die beiden Aussenperrons um je 50 Meter auf die Standardlänge von 220 Metern. Die Hauptarbeiten begannen am 14. Oktober 2013, Ende Januar 2014 gehen die Verlängerungen in Betrieb. Was sich simpel anhört, erfordert viel Planung. Die Arbeiten erfolgen unter laufendem Bahnbetrieb und in unmittelbarer Nähe zu den beiden Baustellen Europaplatz und Haus der Religionen. Zudem sind umfangreiche bauliche Massnahmen nötig. «Wir bauen zur Stabilisierung des Baugrunds rund 90 Mikropfähle à je 11 Metern ein und verschieben das Rangiergleis auf der Südseite, die Lärmschutzwand auf der Nordseite sowie die Fahrleitungsmasten auf beiden Seiten», erklärte SBB Oberbauleiter Kilian Schärer während der Führung mit Regierungsrätin Egger-Jenzer und Berner Medien. Im Januar erfolgt der Einbau der bis zu 14 Tonnen wiegenden Perronplatten. Die Teilprojektkosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Franken.

Perronverlängerungen an insgesamt 13 Bahnhöfen.

Das Gesamtprojekt «Perronausbauten S-Bahn Bern» beinhaltet an 13 Bahnhöfen der Linien S1 (Fribourg/Freiburg-Bern-Münsingen-Thun) und S3/S31 (Biel/Bienne resp. Münchenbuchsee-Bern-Belp) Perronverlängerungen auf 220 Meter: Eine Woche nach Bern Ausserholligen SBB begannen die Arbeiten in Münchenbuchsee. Im Dezember 2013 starten die Arbeiten in Schüpfen. 2014 folgen Bern Bümpliz Süd, Kiesen, Flamatt, Wünnewil, Suberg-Grossaffoltern, Wichtrach, Düdingen, Oberwangen und Studen BE, 2015 Thörishaus Dorf. In Thun verlängert die SBB zudem ein Abstellgleis von 140 auf 320 Meter. «Ziel der Ausbauten sind längere Perrons für längere Züge und mehr Komfort für die Kundinnen und Kunden», fasste SBB Gesamtprojektleiter Michael Müller zusammen. Die Gesamtkosten für die Ausbauten, welche die SBB im Auftrag der Kantone Bern und Freiburg ausführt, belaufen sich auf rund 30 Millionen Franken. Der Kanton Bern beteiligt sich mit 12,1 Millionen Franken, der Kanton Freiburg mit 2,6 Millionen Franken. Die restlichen Kosten übernimmt der Bund.

Ein Ausbau im Rahmen der 2. Teilergänzung S-Bahn Bern.

Die Perronausbauten erfolgen im Rahmen des kantonalen Projekts «2. Teilergänzung S-Bahn Bern». «Planerisches Ziel der 2. Teilergänzung ist, die erhöhte Nachfrage bis 2025 mit grösseren Zügen und der Einführung des Viertelstundentakts auf allen Linien im Kernperimeter der S-Bahn Bern abzudecken», erläuterte Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer. Teil davon ist ein Rollmaterial-Einsatz-Konzept, welches für neue ein- und doppelstöckige BLS-Züge einheitliche Längenstandards bis 105 Meter vorgibt. «Die Vereinheitlichung erlaubt eine grössere Flexibilität beim Einsatz der Fahrzeuge und einen effizienteren Unterhalt, bedingt aber auch eine einheitliche Perronstandardlänge von mindestens 220 Metern an allen von diesen Fahrzeugen bedienten Stationen» so Egger-Jenzer weiter.

Mehr Kapazität mit dem BLS-Doppelstockzug MUTZ.

Dank dieser Mindestlänge der Perrons kann die BLS wenn nötig zwei aneinander gekoppelte BLS-Doppelstockzüge MUTZ mit insgesamt über 880 Sitz- und Stehplätzen einsetzen, ohne wegen kurzer Perrons einzelne Türen abschliessen zu müssen. «Rund ein Drittel aller Züge der Linie S1 verkehren heute beispielsweise in sogenannter Doppeltraktion, um in der Hauptreisezeit am Morgen und Abend mehr Platz anbieten zu können», erklärt Hans-Bernhard Fiechter, BLS Leiter Angebotsplanung. Der 103 Meter lange MUTZ ist der erste Vertreter der neuen, längeren Zugsgenerationen auf den Linien S1 und S3/S31 und ermöglicht im Vergleich zu einem einstöckigen Zug eine Kapazitätssteigerung um bis zu 30 Prozent. Die Züge werden seit Ende 2012 schrittweise ausgeliefert, Ende 2014 sind alle 28 Kompositionen im Einsatz.

Weitere Informationen: www.sbb.ch/s-bahn-bern und www.s-bahn-bern.ch/ausbauLink öffnet in neuem Fenster.

Weiterführender Inhalt

Kontakt.

SBB AG

Kommunikation
Hilfikerstrasse 1
Postfach 65
3000 Bern