Olten–Aarau: Inforaum zum 800-Millionen-Projekt eingeweiht.

Vertreterinnen und Vertreter von Kantonen und Gemeinden weihten am 26. April zusammen mit der SBB und dem Bundesamt für Verkehr (BAV) den «InfoPoint Epppenberg» ein. Mit dem Ausstellungsraum will die SBB die Bevölkerung breit und anschaulich über das 800 Mio.-Franken-Projekt Vierspurausbau Olten–Aarau informieren. Die Unterlagen zum Projekt liegen vom 29. April bis 28. Mai 2013 in den betroffenen Gemeinden und Städten öffentlich auf.

Die Überwindung eines zentralen Flaschenhalses im Schweizer Schienennetz rückt einen guten Schritt näher: Die Pläne für den Vierspurausbau Olten–Aarau (Eppenbergtunnel) liegen vom 29. April bis 28. Mai 2013 im Rahmen des eisenbahngesetzlich vorgeschriebenen Plangenehmigungsverfahrens in Olten, Däniken, Dulliken, Gretzenbach, Schönenwerd, Eppenberg-Wöschnau und Aarau öffentlich auf.

Pünktlich auf diesen Termin hin eröffnet die SBB in Schönenwerd als zusätzliche Informationsmöglichkeit für die Bevölkerung den «InfoPoint Eppenberg». Toni Eder, Vizedirektor Bundesamt für Verkehr, Walter Straumann, Regierungsrat Kanton Solothurn, Dr. Simone Rangosch, Abteilungsleiterin Verkehr Kanton Aargau, und Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur, weihten den öffentlich zugänglichen Ausstellungraums am 26. April 2013 mit zahlreichen Gästen gemeinsam ein.

Herzstück des «InfoPoint Eppenberg» ist der interaktive Präsentationstisch. Darum herum präsentiert die SBB Modelle und Informationstafeln zu den Teilprojekten. Der Ausstellungsraum befindet sich gleich beim Bahnhof Schönenwerd an der Bahnhofstrasse 13 in einer ehemaligen Halle der Schuhfabrik Bally. Vom 29. April bis 28. Mai 2013 ist er montags bis freitags von 15.00 bis 19.00 Uhr geöffnet und samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr.

Bund und SBB wollen den Vierspurausbau von 2015 bis Ende 2020 realisieren. Das 800-Millionen-Franken-Projekt macht die Strecke Olten–Aarau durchgängig vierspurig befahrbar. Es umfasst im Wesentlichen Ausbauten in der Zufahrt Olten, ein viertes, 2,5 Kilometer langen Gleis zwischen Dulliken und Däniken und – als Herzstück – den doppelspurigen, drei Kilometer langen Eppenbergtunnel sowie umfangreiche Massnahmen zu dessen Anbindung. Der Ausbau sorgt für mehr Kapazität auf der Ost-West-Achse, der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes. Das Projekt ist daher eine unabdingbare Voraussetzung für mehr Zug im Regional- und im Fernverkehr.

Der Vierspurausbau ist Teil des Bahnausbauprogramms «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» ZEB. In dessen Rahmen werden im Umfang von 5.4 Mrd. Franken schweizweit bis ca. 2025 mehr als 100 Infrastruktur-Projekte realisiert. Ziel von ZEB sind mehr Verbindungen und Sitzplätze bei gewohnt hoher Pünktlichkeit.

Für weitere Infos: www.sbb.ch/eppenberg und www.sbb.ch/zeb

Zitate der Referierenden.

Bundesamt für Verkehr (BAV)

  • Toni Eder, Vizedirektor BAV: «Beim Eppenbergtunnel handelt es sich nicht um irgendein Bauwerk, sondern um das bisher grösste Einzelprojekt des Bahnausbauprogramms ZEB, das schweizweit Projekte für insgesamt 5,4 Milliarden Franken umfasst. Mit dem Eppenbergtunnel wird der erste Engpass im Korridor Olten-Zürich beseitigt. Ein weiterer Engpass besteht auf dem Abschnitt zwischen Aarau und Zürich. Dieser soll bis etwa 2030 beseitigt werden.»

Kanton Solothurn

  • Walter Straumann, Regierungsrat und Vorsteher des Bau- und Justizdepartementes des Kantons Solothurn: «Der Eppenbergtunnel ist für den Kanton ein Glücksfall. Das ganze Niederamt wird aufgewertet und der Kanton wird im Abschnitt Olten-Aarau endlich den ganztägigen Halbstundentakt bestellen können, wie er schon länger fällig wäre und herbeigesehnt wird.»

Kanton Aargau

  • Dr. Simone Rangosch, Leiterin Abteilung Verkehr Kanton Aargau: «Der Eppenbergtunnel beseitigt nicht nur einen Flaschenhals, sondern schafft auch Spielraum, um den Personenverkehr im Mittellandkorridor wesentlich zu verbessern.»

SBB

  • Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur: « Mit dem Vierspurausbau Olten–Aarau stellen Bund und SBB die Weichen für mehr Zug im Mittelland und mehr Zug in der Schweiz. Es ist uns darum ein Anliegen, dieses Projekt der Bevölkerung als Anwohnerinnen und Anwohner und als Kundinnen und Kunden mit dem InfoPoint Eppenberg anschaulich und ausführlich vorzustellen.»

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