Gümligen–Thun: SBB macht Bahnstrecke leistungsfähiger.

Die Bahnstrecke Gümligen–Thun wird ab Ende 2014 leistungsfähiger. Dazu erneuert die SBB die Bahntechnik und verkürzt die Abstände zwischen den Signalen, damit sich die Züge künftig im zwei statt wie heute im drei Minuten-Abstand folgen können. Am 6. Mai 2013 starten die Arbeiten für die Signal- und Fahrleitungsfundamente und für das neue Stellwerk. Das 18,6-Millionen-Franken-Projekt ist Teil des schweizweiten Bahnausbauprogramms «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» ZEB.

Die SBB schafft auf der Bahnstrecke Gümligen–Thun die Voraussetzungen für mehr Züge und noch grössere Pünktlichkeit. Dazu erneuert sie im Rahmen des Projekts «ZEB Gümligen–Thun zwei Minuten Zugfolgezeit» bis Anfang 2015 die Bahntechnik und verkürzt die Abstände zwischen den Signalen, damit sich die Züge künftig in zwei statt wie heute in drei Minuten-Abständen folgen können. Zudem ersetzt sie das bestehende Stellwerk Wichtrach/Kiesen und rüstet die Strecke mit dem international normierten Zugbeeinflussungssystem «European Train Control System» ETCS aus.

Ab Montag, 6. Mai, bis Juli 2013 erstellt die SBB entlang der Strecke 27 neue Fundamente für Signale und 15 Fundamente für Fahrleitungsmasten. Mit letzteren verschiebt die SBB die sogenannte «Schutzstrecke» bei Wichtrach um rund 300 Meter in Richtung Thun. Schutzstrecken sind ca. 50 Meter lange Fahrleitungsabschnitte durch die kein Bahnstrom fliesst. Sie trennen so die verschiedenen Bahnstrom-Einspeiseabschnitte. Würde die heutige Lage der Schutzstrecke beibehalten, kämen die Züge bei einem unplanmässigen Halt im stromlosen Abschnitt zu stehen und könnten nicht mehr anfahren.

Ebenfalls im Mai 2013 startet der Bau des neuen Bahntechnikgebäudes in Wichtrach, in welchem die SBB das neue Stellwerk unterbringen wird. Der Bau dauert bis August 2013, danach folgt der Innenausbau. Ab August 2013 passt die SBB die Fahrleitung im Schutzstreckenbereich an, versetzt bestehende Signale und erstellt die zusätzlichen Signale. Im Herbst 2013 starten die umfangreichen Arbeiten für die Verkabelung der Signale. Mitte November 2014 nimmt die SBB das neue Stellwerk und die neuen Signale in Betrieb. Bis Anfang 2015 erfolgen Abschlussarbeiten. Wegen des dichten Bahnverkehrs tagsüber muss die SBB aus Sicherheitsgründen einen Teil der Arbeiten nachts vornehmen. Sie bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis und entschuldigt sich für allfällige Ruhestörungen.

Die SBB realisiert das Projekt im Auftrag des Bundes, im Rahmen des Bahnausbauprogramms «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» ZEB. ZEB umfasst mehr als 100 Projekte in der ganzen Schweiz, welche bis ca. 2025 realisiert werden. Das Parlament hat dazu einen Kredit von 5,4 Mrd. Franken aus dem FinöV-Fonds bewilligt. Davon sind 18,6 Mio. Franken für das Projekt «ZEB Gümligen–Thun zwei Minuten Zugfolgezeit» reserviert.

Für weitere Infos: www.sbb.ch/zebLink öffnet in neuem Fenster.

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