Internationales Fachsymposium Netzzustand: Bahninfrastruktur — Zukünftige Herausforderungen stehen im Fokus.

Am Montag, 10. Juni 2013, hat die SBB gemeinsam mit der ETH Zürich ein internationales Fachsymposium zum Zustand der europäischen Bahnnetze durchgeführt. 230 Vertreterinnen und Vertreter europäischer Eisenbahnunternehmen sowie Experten des Bahnsektors diskutierten die zukünftigen Herausforderungen für Bahnanlagen, Instandhaltung, Finanzierung und wie die Bahnunternehmen darauf reagieren können.

Die wachsende Mobilität stellt die Bahnunternehmen in Europa vor grosse Herausforderungen: Die Belastung der Infrastruktur wächst stetig, was deren Unterhalts-bedarf erhöht. Gleichzeitig werden die Anforderungen an die Bahnanlagen immer höher. Die nachhaltige Finanzierung des Bahnsystems ist vielerorts nicht gesichert.

Um diese Herausforderungen und mögliche Lösungen mit den europäischen Partnern zu diskutieren, hat die SBB am 10. Juni 2013 zusammen mit der ETH Zürich ein internationales Fachsymposium zum Bahnnetzzustand in Europa durchgeführt.

Internationalen Austausch angeregt.

Am Fachsymposium haben hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von europäischen Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen sowie Experten des Bahnsektors teilgenommen. In Referaten, Fragerunden und einem Podiumsgespräch diskutierten unter anderem Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur und Mitglied der Konzernleitung, Pierre-André Meyrat, Stellvertretender Direktor Bundesamt für Verkehr (BAV), Andreas Matthä, Vorstandssprecher der ÖBB-Infrastruktur AG, und Marion Gout-Van Sinderen, CEO der holländischen ProRail. Dabei standen der Zustand des Netzes, Unterhaltsstrategien und innovative Lösungsansätze zu den aktuellen Herausforderungen im Fokus. «Eine leistungsstarke Eisenbahninfrastruktur muss kostenoptimiert und bedarfsgerecht ausgebaut und instandgehalten werden – ein pro-aktives Life Cycle Management ist daher für die Nachhaltigkeit der Infrastruktur-anlagen unumgänglich», betonte Andreas Matthä. Philippe Gauderon zog eine positive Bilanz: «Mit dem Fachsymposium konnten wir den internationalen Austausch anregen, Perspektiven aufzeigen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu den behandelten Themen aktiv fördern». Dies sei eine wichtige Grundlage, damit den Kundinnen und Kunden auch in Zukunft ein bedarfsgerechtes, sicheres und zuverlässiges Eisenbahnnetz zur Verfügung stehe. Das Fachsymposium stiess auf reges Interesse und wurde von rund 240 internationalen Gästen besucht.

SBB setzt Massstäbe bei Transparenz.

An der Veranstaltung hat sich gezeigt, dass die SBB insbesondere in Sachen Kenntnis und Transparenz des Zustands ihrer Infrastrukturanlagen gut abschneidet. Seit 2009 publiziert die SBB jährlich einen detaillierten Netzzustandsbericht und nimmt damit in Europa eine Vorreiterrolle ein. Im Netzzustandsbericht weist die SBB zudem den zukünftigen Mittelbedarf für den Unterhalt aus. Mit dem Fachsymposium hat die SBB wichtige Impulse erhalten, um den Bericht in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln. Die Diskussion gab auch den ausländischen Bahnen einen Anreiz, in diesem Bereich Fortschritte zu machen.

Der Netzzustandsbericht der SBB kann im Internet heruntergeladen werden: www.sbb.ch/nzb

High Level Infrastructure Meeting vom 11./12. Juni 2013.

Am 11. und 12. Juni 2013 ist die «Community of European and Railway and Infrastructure Companies» (CER-EIM) mit ihrem jährlich stattfindenden High Level
Infrastructure Meeting auf Einladung der SBB in Zürich zu Gast. An diesem Treffen behandeln die Infrastruktur-Leiter der europäischen Bahnunternehmen spezifische Themen des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs. Am diesjährigen Meeting diskutieren die Teilnehmenden unter anderem, welche Herausforderungen die längeren und schwereren Züge der Zukunft verursachen, wie die grenzüberschreitende Kompatibilität der Netze sichergestellt und die internationale Zusammenarbeit der Infrastrukturbetreiber weiter verbessert werden kann.

Mit der Organisation der Veranstaltung kann die SBB die internationale Zusammenarbeit aktiv mitgestalten, Schwerpunkte setzen und den Dialog fördern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des High Level Infrastructure Meetings werden am Abend des 11. Juni von Bundesrätin Doris Leuthard und Andreas Meyer, CEO der SBB, in Zürich empfangen.

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