Rollmaterial-Beschaffung Nord-Süd: SBB entscheidet sich im Mai 2014 für einen Anbieter.

Die SBB wird das Ausschreibungsverfahren für die Beschaffung von 29 neuen Zügen für den Nord-Süd-Verkehr wie geplant abschliessen, die Rollmaterial-hersteller wurden heute entsprechend informiert. Der Zuschlag für einen der Anbieter erfolgt im Mai 2014.

Die SBB hat im April 2012 das Ausschreibungsverfahren für 29 neue Züge gestartet. Basierend auf den vorliegenden Angeboten werden derzeit noch letzte Fragen mit den Anbietern geklärt. Die SBB befasst sich im Rahmen des üblichen Risikomana-gements bei Beschaffungsprojekten insbesondere mit Zulassungsfragen im nationa-len und internationalen Bereich.

Im Mai 2014 wird die SBB einem der Anbieter den Zuschlag erteilen. Die neuen Züge sollen schrittweise eingesetzt werden. Im Hinblick auf das prognostizierte Nachfra-gewachstum nach der Inbetriebnahme des Gotthard- und Ceneri-Basis-Tunnels kann die SBB für die Kunden genügend Sitzplätze zur Verfügung stellen.

Rollmaterialbeschaffungen sind komplex und haben den detaillierten Vorgaben des öffentlichen Beschaffungsrechts zu genügen. Deshalb dauert es bis zum Vergabe-entscheid für die neuen Nord-Süd-Züge einige Monate länger als ursprünglich ge-plant.

Tiefeinstiege entsprechen einem wesentlichen Kundenbedürfnis (ältere Menschen, Gepäck, Kinderwagen). Diese Anforderungen hat die SBB nach eingehender Befas-sung mit dem Behindertengleichstellungsgesetz in ihrer Rollmaterialstrategie veran-kert.

Die SBB setzt alles daran, auch auf der Nord-Süd-Achse ein verlässliches, stabiles und komfortables Angebot im nationalen und internationalen Verkehr sicherzustellen.

 

Doppelstockzüge von Bombardier

Die Lieferung der bereits bestellten 59 Doppelstockzüge für den nationalen Fernverkehr verzögert sich um rund zwei Jahre. Die SBB erwartet, dass Bom-bardier die ersten Züge wie angekündigt per Fahrplanjahr 2016 ausliefert.

Für die Erneuerung der nationalen Fernverkehrsflotte hat die SBB im Jahr 2010 bei Bombardier 59 Doppelstockzüge bestellt. Die Lieferung der Züge verzögert sich voraussichtlich um rund zwei Jahre, wie die SBB und Bombardier bereits im April 2012 gemeinsam kommuniziert haben. Beide Unternehmen setzen alles daran, die Züge so rasch als möglich einsetzen zu können.

Die Strafzahlungen für nicht termingerechte Lieferung sind Bestandteil des Vertrags zwischen Bombardier und der SBB. In Anbetracht der Grössenordnung des Lie-ferverzugs und der damit verbundenen Strafzahlungen werden, wie in solchen Pro-jekten üblich, langwierige Auseinandersetzungen erwartet, auf welche sich die SBB entsprechend vorbereitet.

Der Fernverkehr wird ohne Unterstützung der öffentlichen Hand betrieben. Sollten Forderungen der SBB nicht vollständig durchgesetzt werden können, ginge das zu Lasten des Gewinns des Fernverkehrs und würde dessen finanziellen Handlungs-spielraum einschränken. Der Steuerzahler wird dadurch nicht direkt belastet.

Die SBB erwartet von Bombardier, dass die ersten Züge im Rahmen der angekündig-ten und im April 2012 angepassten Lieferungstermine rechtzeitig geliefert werden.

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