Startschuss für den Bau des 4-Meter-Korridors auf der Gotthardachse: Mehr Lastwagen auf der Schiene.

Die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ist ein wichtiges Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik. Die SBB realisiert deshalb im Auftrag des Bundes bis 2020 einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthardachse. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die SBB haben heute in Biasca zum Start der Arbeiten die Bauprojekte vorgestellt.

Auf der rund 270 Kilometer langen Gotthardachse zwischen Basel und der italienischen Grenze müssen rund 20 Tunnels angepasst werden, damit Sattelauflieger mit 4 Metern Eckhöhe auf Bahnwagen transportiert werden können. Hinzu kommen Anpassungen an rund 80 Perrondächern und Signalanlagen. Die beiden Basistunnel Gotthard und Ceneri erlauben Transporte mit einer Eckhöhe von über 4 Metern. Den Anfang der Bauarbeiten machen die beiden Tunnel Crocetto und Giustizia südlich von Biasca. An ihrem Beispiel erklärten Vertreter von BAV und SBB die nötigen Arbeiten.

Der 4-Meter-Korridor trägt sowohl dem Bedürfnis der Transportbranche als auch demjenigen der Verkehrsverlagerung Rechnung: Spediteure setzen im kombinierten Verkehr vermehrt Sattelauflieger mit 4 Metern Eckhöhe ein. Dank des 4-Meter-Korridors auf der Gotthard-Achse können diese per Bahn bis in die Terminals in Norditalien transportiert werden. Zudem wird im Personenverkehr der Einsatz von Doppelstockzügen möglich.

Nachdem das Parlament den Bau und die Finanzierung über insgesamt 990 Millionen Franken gutgeheissen hatte und die entsprechenden Gesetzesänderungen in Kraft getreten sind, hat am 8. Oktober 2014 der Bundesrat die nötige Vereinbarung mit der SBB gutgeheissen. Bis Ende 2014 wird die SBB alle Projekte beim BAV zur Genehmigung einreichen. 2016 startet der Neubau des Bözbergtunnels, das grösste Teilprojekt mit Kosten von 348 Millionen Franken. Der gesamte 4-Meter-Korridor soll 2020 in Betrieb genommen werden.

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