Produktionsanpassungen im Güterverkehr ohne Stellenabbau: SBB optimiert Rangierbahnhöfe für Wagenladungsverkehr.

Die SBB optimiert die Nutzung und die Abläufe in den Rangierbahnhöfen. SBB Cargo übernimmt Anfang 2015 die Planung und Produktion in den Güterbahnhöfen Limmattal und Lausanne von SBB Infrastruktur, welche weiterhin für die Verkehrssteuerung zuständig ist. Weiter beabsichtigt die SBB, künftig auf Rangierungen in Däniken und Zürich Mülligen zu verzichten. Damit können die SBB die Kapazitäten im Expressnetz gesteigert werden.

Ab Januar 2015 übernimmt SBB Cargo im Auftrag von SBB Infrastruktur die Planung und Produktion in den Binnen-Rangierbahnhöfen Limmattal und Lausanne, die beide nur von SBB Cargo benutzt werden. Damit erbringt SBB Cargo neu den ganzen Produktionsprozess im Güterverkehr – vom Abholen der Güterwagen beim Kunden über das Rangieren im Rangierbahnhof bis zu deren Zustellung bei den Empfängern. SBB Infrastruktur ist nach wie vor für die Rangierbahnhöfe verantwortlich. Sie bleibt Ansprechpartnerin der Eisenbahnverkehrsunternehmungen und stellt weiterhin die Verkehrssteuerung in den beiden Rangierbahnhöfen sicher. Damit bleibt die Diskriminierungsfreiheit gewährleistet. Alle rund 220 Mitarbeitenden in den Rangierbahnhöfen Limmattal und Lausanne werden von der SBB weiterbeschäftigt. Die meisten wechseln von SBB Infrastruktur zu SBB Cargo, wo sie weiterhin dem gleichwertigen Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind. Die Mitarbeitenden profitieren bei SBB Cargo zudem von vielfältigeren Tätigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten.

Die SBB verzichtet künftig auf Rangierungen im Wagenladungsverkehr in den beiden Rangierbahnhöfen Däniken und Zürich Mülligen. Da keine anderen Verkehrsunternehmen die beiden Rangierbahnhöfe benutzen, wird der Betrieb eingestellt. Ob auf die Anlagen definitiv verzichtet werden kann, wird im Rahmen der Begleitgruppe der Branchenakteure zur Entwicklung des Schienengüterverkehrs geprüft, welche das Bundesamt für Verkehr (BAV) im Zuge der Totalrevision des Gütertransportgesetzes für die Planung von Güterverkehrsanlagen eingesetzt hat. Der genaue Zeitpunkt der Betriebseinstellung wird derzeit abgeklärt. Sollte auf die Anlagen definitiv verzichtet werden können, wird die SBB alternative Nutzungsmöglichkeiten erarbeiten und wird dazu wie üblich die Kantone und Gemeinden in die Planung einbeziehen. Allen rund 35 Mitarbeitenden in den beiden Rangierbahnhöfen Däniken und Zürich Mülligen unterbreitet die SBB ein Stellenangebot. Die frei werdenden Gleisanlagen in Zürich Mülligen und Däniken werden bis auf weiteres mehrheitlich für das Abstellen von Fahrzeugen verwendet.

Mit der Konzentration auf die Binnenrangierbahnhöfe Limmattal und Lausanne sowie die Grenzrangierbahnhöfe Basel, Chiasso und Buchs SG baut die SBB bestehende Überkapazitäten ab. Gleichzeitig werden zusätzliche Kapazitäten im Expressnetz geschaffen.

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