Boxenstopp von Reisezügen: Neues Kompetenzzentrum für Radsätze in Basel.

Sichere und pünktliche Züge für die Kundinnen und Kunden: In den letzten Jahren hat die SBB am Servicestandort Basel rund 40 Millionen Franken in die Erneuerung der Instandhaltungsanlagen investiert. Seit kurzem können im neuen Kompetenzzentrum für Radsätze dank moderner Bahntechnik jährlich rund 8000 Radsätze effizient bearbeitet werden.

Die Erneuerung der Instandhaltungsanlagen am Servicestandort Basel geht weiter, das neu geschaffene Kompetenzzentrum für Radsätze hat kürzlich seinen Betrieb aufgenommen: Mit der 40 Tonnen schweren Tandem-Unterflurdrehbank – eine ähnliche ist bereits in Genf in Betrieb – kann die SBB die Kapazitäten weiter erhöhen und gleichzeitig die Zugstillstandzeiten nochmals reduzieren. «Wir müssen die Radsätze der Reisezüge nicht mehr demontieren und mit der neuen Anlage können wir sogar zwei Radsätze parallel bearbeiten», sagt Thomas Brandt, Leiter SBB Operating und Mitglied der Geschäftsleitung Personenverkehr. «So sind die Züge auch schneller wieder im Einsatz für unsere Kundinnen und Kunden.»

Bis zu 8000 Radsätze von Fern- oder Regionalverkehrsfahrzeugen – im Schnitt waren sie etwa 180‘000 Kilometer im Einsatz – können in Basel dank der neuen Anlage künftig pro Jahr bearbeitet werden. Das entspricht rund 2000 Fahrzeugen. Ergänzt wurde die Drehbank durch einen mobilen Prüfautomaten für Radkränze, mit dem die Radsätze nach dem Bearbeiten geprüft werden. Schliesslich ist in Basel auch eine neue Anlage zum Wechseln von Drehgestellen im Einsatz: Mit ihr können insbesondere die Drehgestelle und Radsätze der Regionalverkehrsfahrzeuge (z. B. Flirt), aber auch jene des Fernverkehrs wie IC 2000, EW IV oder Eurocity künftig rasch getauscht werden.

Eine Milliarde Franken bis 2025.

Die Investitionen in die neue Bahntechnik belaufen sich auf rund 15 Millionen Franken. In den letzten Jahren wurden somit am SBB-Servicestandort Basel total gegen 40 Millionen Franken in die Modernisierung der Instandhaltungsinfrastruktur investiert. Bis 2025 erneuert die SBB die Instandhaltung der Züge schweizweit für eine Milliarde Franken. Ziel ist es, die Sicherheit und Verfügbarkeit weiter zu erhöhen und die Kundinnen und Kunden sicher, pünktlich und komfortabel ans Reiseziel zu bringen.

 

Die SBB-Serviceanlage Basel.

Die Serviceanlage Basel mit ihren rund 150 Mitarbeitenden ist einer von neun Standorten für die präventive Instandhaltung der SBB-Züge (Fern- und Regionalverkehr). Diese kommen mehr oder weniger im Wochenrhythmus in den Service. Zu den Aufgaben zählen technische Kontrollen, kleinere und mittlere Reparaturen, Zugsreinigung (innen/aussen), das Aufarbeiten und der Austausch von Komponenten (z. B. Klimaanlagen, Stromabnehmer) oder die Entfernung von Graffiti bzw. anderen Vandalismusschäden. In Basel wird an fast allen Personenverkehrsflotten gearbeitet: IC2000, EW I, EW II, EW IV, EC, NPZ, Bpm, Loks Re 420 und Re460 sowie die Gliederzüge ICN und FLIRT.

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