Offerten-Ausschreibungen der SBB: Konstruktiver Austausch zwischen dem Kanton Waadt und der SBB.

Die Waadtländer Departementsvorsteherin für Infrastruktur und Human Resources (DIRH) und der Departementsvorsteher für Wirtschaft und Sport (DECS) sind heute Morgen in Lausanne mit Andreas Meyer, CEO der SBB AG, zusammengetroffen. Dabei standen Fragen des sprachlichen Gleichgewichts in den Regionen im Rahmen der öffentlichen Ausschreibungen im Vordergrund.

Die beiden Waadtländer Staatsräte Nuria Gorrite und Philippe Leuba sind heute in Lausanne am Rande der Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs zu einem Treffen mit Andreas Meyer zusammengekommen. Der informelle Austausch basiert auf der in den letzten Wochen erfolgten Korrespondenz zwischen der Waadtländer Regierung und der SBB betreffend den sprachlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen. Die Diskussion verlief in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre.

Die Waadtländer Regierung hat dabei die Befürchtungen zum Ausdruck gebracht, wonach die nicht deutschsprachigen Unternehmen benachteiligt sein könnten. Gleichzeitig hat sie die Problematik der festgelegten Sprache für die Führung von Projekten unterstrichen. Die beiden Staatsräte haben dabei betont, dass diese Bedingung für die Anbieter nicht zum Nachteil werden dürfe.

Andreas Meyer bestätigte, dass die Mehrsprachigkeit für die SBB als nationales Unternehmen eine hohe Priorität hat und das Thema sehr ernst genommen wird. Eine interne Analyse der SBB hat ergeben, dass im laufenden Jahr von den insgesamt 527 publizierten Ausschreibungen 250 auf Deutsch, 215 in Französisch und 62 in italienischer Sprache veröffentlicht wurden. Die Vertreter der Waadtländer Regierung und die SBB sind sich einig, dass die Sprache, in welcher eine Offerte eingereicht werden muss, nicht von zentraler Bedeutung ist, sondern die sprachlichen Anforderungen während der Ausführung der Projekte. Die SBB hat zugesagt, dies zu prüfen.

Andreas Meyer hat anlässlich des Treffens unterstrichen, dass die SBB grosse Anstrengungen unternimmt, um die potenziellen Anbieter im Rahmen von öffentlichen Ausschreibungen in den unterschiedlichen Regionen gut zu informieren und zu begleiten. Die SBB betont zudem, dass die Ausschreibungen für die grossen Baustellen-Projekte von CEVA und „Léman 2030“ in französischer Sprache erfolgt sind. Die SBB investiert allein im Rahmen des Projekts „Léman 2030“ rund drei Milliarden Franken.

Die Waadtländer Regierung und die SBB beabsichtigen ein weiteres Treffen, sobald eine entsprechende Analyse vorliegt, welche insbesondere die Modalitäten der Sprache im Hinblick auf die künftigen Bahnprojekte im Kanton und in der Region aufzeigt.

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