Bahnstrom aus Wasserkraft: Vier von zehn Zügen fahren mit Urner Strom.

Wasserkraft ist und bleibt ein wichtiger Pfeiler der SBB Energiestrategie: Anfang Jahr hat die SBB die Aktienmehrheit der Kraftwerk Wassen AG übernommen. Die Wasserkraftwerke der Reusskaskade – Göschenen, Amsteg und Wassen – produzieren rund 40 Prozent des schweizweiten Bahnstroms der SBB. Neben der Bahnstromproduktion baut die SBB in Hinblick auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels die ganze Bahnstromversorgung auf der Nord-Süd-Achse aus.

Seit dem 1. Januar 2015 ist die SBB Mehrheitsaktionärin an der Kraftwerk Wassen AG. Damit steigt der Stromanteil aus Wasserkraft bei der SBB um vier Prozent. Die SBB fährt mit 90 Prozent Wasserkraft, insgesamt fahren vier von zehn SBB-Zügen mit Strom aus Urner Kraftwerken. Der Ausbau der Wasserkraftproduktion ist ein strategisches Ziel für die SBB. Um das Bahnangebot der Zukunft nachhaltig betreiben zu können, wird zusätzliche Energie benötigt. Bis 2025 rechnet die SBB mit 25 Prozent mehr Energiebedarf, zu Spitzenzeiten gar mit 40 Prozent. Sie will diesen Mehrbedarf mit Wasserkraft decken und gemäss Energiestrategie bis 2025 ausschliesslich mit erneuerbarer Energie unterwegs sein. Die Wasserkraftwerke im Kanton Uri spielen dabei eine zentrale Rolle und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Kanton Uri, wie Jon Bisaz, Leiter Energie, Telecom und Elektroanlagen der SBB, an einer Medienveranstaltung in Wassen betonte.

Die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels stellt höchste Anforderungen an die Bahnstromversorgung und die Verfügbarkeit. Neben den Kraftwerken investiert die SBB auf der Nord-Süd-Achse einen dreistelligen Millionenbetrag in eine zuverlässige Bahnstromversorgung. Die Neu- und Ausbauten der Unterwerke und die Übertragungsleitungen gewährleisten eine sichere Bahnstromversorgung.

Für Markus Züst, Regierungsrat des Kantons Uri, ist die Wasserkraft im Kanton Uri sehr bedeutend. Der Kanton Uri setzt auf erneuerbare Energien und will bis im Jahr 2020 die Wasserkraft um 10 Prozent ausbauen. Das Schutz- und Nutzungskonzept für erneuerbare Energien gibt dabei vor, welche Gewässer genutzt werden können. Der Kanton Uri will mit seiner Gesamtenergiestrategie einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende beitragen und langfristig die 2000-Watt-Gesellschaft mit klimaneutraler Produktion anstreben.

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