Künftige Gotthardzüge Giruno von Stadler Rail: SBB übernimmt Instandhaltung der Giruno Züge.

Die SBB hat sich entschieden, die Instandhaltung der ab Ende 2019 im Einsatz stehenden neuen 29 Gotthard-Züge Giruno in den eigenen Werken und Serviceanlagen zu machen. Dort besteht langjähriges, fundiertes Know-how für diese Arbeiten, zudem können so mehrere Standorte und Synergien zwischen den Fahrzeugflotten für die Einsatzplanung genutzt werden. Eine Option für eine externe Instandhaltung wurde nach eingehender Prüfung verworfen.

Die SBB muss bei der Instandhaltung der Züge wettbewerbsfähig sein und bleiben. In einigen Ländern – wie beispielsweise in England, Russland, Deutschland, Spanien und Österreich – gibt es Hersteller, die Instandhaltungsleistungen an Fahrzeugen im Auftrag von Eisenbahngesellschaften ausführen. Vor diesem Hintergrund hat die SBB bei der Ausschreibung für die zukünftigen Gotthardzüge Giruno diese Möglichkeit ebenfalls in Betracht gezogen. Nach eingehender Prüfung hat sich die SBB nun aber für die Instandhaltung in den eigenen Werken und Serviceanlagen entschieden. Die SBB kann somit Synergien zwischen den verschiedenen Fahrzeugflotten für die Einsatzplanung nutzen und auf ihr langjähriges, fundiertes Know-how zurückgreifen. Sie verfügt über mehrere Instandhaltungs-Standorte, was die Flexibilität für die künftige Angebotsplanung erhöht. Wo die Giruno-Züge künftig instand gehalten werden, ist noch nicht entschieden.

Mit dem Giruno in unter drei Stunden nach Mailand.

Anfang 2016 läuft bei Stadler Rail die Produktion des neuen Triebzuges Giruno an. Der Giruno bietet den Passagieren mit bis zu 400 Metern Länge in Doppeltraktion insgesamt 806 Sitzplätze – das sind rund 40 Prozent mehr als bisher. Die Züge verfügen über spezifische Wagen mit Tiefeinstiegen für Rollstuhlfahrer und auch die restlichen Zugbereiche sind bequem über eine kleine Stufe vom Perron aus zu erreichen. Dies entspricht einem Bedürfnis, zum Beispiel auch von älteren Personen und Personen mit Gepäck oder Kinderwagen. Und auch sonst bieten die insgesamt 29 Züge viel Komfort: Sie haben 3G/4G- Mobilfunkverstärker für guten Empfang unterwegs, Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen, geschlechtergetrennte Toiletten und ein modernes, zonenspezifisches Beleuchtungskonzept. Der gesamte Innenraum ist grosszügig ausgelegt und hell. Die neuen Züge sollen ab Ende 2019 auf der Gotthard-Linie bis nach Mailand rollen. Künftig wird es unter anderem möglich sein, mit den neuen Zügen in unter zwei Stunden von Zürich nach Lugano und in unter drei Stunden von Zürich nach Mailand zu reisen.

Fotos unter sbb.ch/mediacorner

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