Vierspurausbau Olten–Aarau: 855 Millionen Franken für mehr Zug im Mittelland.

Bund, Kantone und SBB feierten heute mit der Bevölkerung an einem Baustellenfest in Eppenberg-Wöschnau den Start der Hauptarbeiten für den Vierspurausbau Olten–Aarau. Das Schlüsselprojekt ermöglicht ab Ende 2020 im Regionalverkehr unter anderem einen durchgehenden Halbstundentakt zwischen Olten und Aarau sowie im Fernverkehr einen Viertelstundentakt zur Hauptverkehrszeit zwischen Bern und Zürich. Herzstück des 855-Millionen-Franken-Projekts ist der zweispurige, drei Kilometer lange Eppenbergtunnel.

Bundesrätin Doris Leuthard, die Regierungsräte Roland Fürst (SO) und Stephan Attiger (AG) sowie SBB CEO Andreas Meyer gaben heute in Eppenberg-Wöschnau den Startschuss für die Hauptarbeiten des Vierspurausbaus Olten–Aarau. Der Rahmen dafür war ein Baustellenfest für die Bevölkerung auf dem Installationsplatz in Eppenberg-Wöschnau.

Der Vierspurausbau ist ein Schlüsselprojekt für mehr Zug im Personenverkehr. Im Regionalverkehr ermöglicht er unter anderem auch ausserhalb der Hauptverkehrszeit einen durchgehenden Halbstundentakt zwischen Olten und Aarau sowie Direktverbindungen zwischen Zofingen und Aarau. Im Fernverkehr hilft der Vierspurausbau mit, in der Hauptverkehrszeit einen Intercity-Viertelstundentakt zwischen Bern und Zürich zu ermöglichen. Der Vierspurausbau ist zudem eine zentrale Voraussetzung, damit künftige Ausbauprojekte auf der Ost–West-Achse einen möglichst grossen Nutzen für die Kundinnen und Kunden entfalten.

Der Vierspurausbau stellt zudem sicher, dass trotz den geplanten Verkehrszunahmen im Personenverkehr genügend Kapazitäten vorhanden sind, um auf diesem Abschnitt die erforderlichen Gütermengen schnell und sicher zu befördern. Im Vordergrund stehen dabei die Vernetzung der West- mit der Ostschweiz und die Bedienung der starken Wirtschaftsräume im Mittelland. Kurze Transportzeiten, Verlässlichkeit und Pünktlichkeit sind auch für den Schienengüterverkehr immer wie wichtiger, um den Anforderungen des Marktes zu genügen und im Wettbewerb zu bestehen.

Das 855-Millionen-Franken-Projekt umfasst Ausbauten im Osten von Olten, ein viertes, 2,5 Kilometer langes Gleis zwischen Dulliken und Däniken und – als Herzstück – den doppelspurigen, drei Kilometer langen Eppenbergtunnel sowie umfangreiche Massnahmen zu dessen Anbindung. Damit wird ein zentrales Nadelöhr auf dem Bahnnetz behoben, denn zwischen Aarau und Olten verengt sich heute die Ost–West-Achse, die Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes, auf stellenweise nur zwei Spuren. Anfang September 2014 nahm die SBB die Vorarbeiten auf. Im April 2015 haben nun die Hauptarbeiten für die Tunnelzufahrten in Gretzenbach und Eppenberg-Wöschnau begonnen, welche sowohl die Stammstrecke als auch die Hauptstrasse tangieren.

Die SBB setzt alles daran, die Auswirkungen der Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten, beispielsweise mit aufwändigen Provisorien, wie temporären Strassenverlegungen, und einer modernisierten Stellwerktechnik mit kürzeren Signalabständen. Letztere geht diese Nacht in Betrieb und erlaubt, dass sich die Züge trotzt baubedingter Langsamfahrstellen in gewohnt kurzen Abständen folgen.

Dank diesen Massnahmen können die Arbeiten unter laufendendem Betrieb ausgeführt werden, ohne allzu einschneidende Auswirkungen auf Strassen- und Zugsverkehr. Bauen ist auch mit Lärm verbunden. Die SBB begrenzt diesen so gut wie möglich und setzt alles daran, die Anwohnerinnen und Anwohner rechtzeitig über laute Arbeiten zu informieren.

Der Eppenbergtunnel selbst wird von Ost nach West mit einer 100 Meter langen und 2400 Tonnen schweren Tunnelbohrmaschine ausgebrochen. Die Maschine wird ab Frühjahr 2016 in der Baugrube im Wöschnauer Hang installiert. Ende 2016 beginnt der Vortrieb, im Frühjahr 2018 soll die Tunnelbohrmaschine in Gretzenbach ankommen. Weitere Informationen zum Fest und zum Projekt: www.sbb.ch/eppenberg

Mehr erfahren über den Vierspurausbau Olten–Aarau.

Pünktlich zum Spatenstich am 2. Mai 2015 öffnet die neue Projektausstellung in Eppenberg-Wöschnau ihre Türen. Herzstück der Ausstellung ist der interaktive Präsentationstisch. Informationstafeln und Modelle informieren über das Projekt, seine Herausforderungen und seinen Nutzen. Kleinen Besucherinnen und Besuchern steht eine Kinderecke zur Verfügung.

Die Projektausstellung befindet sich im «SBB InfoCenter Eppenberg» auf dem Installationsplatz, Ecke Bahnstrasse/Schachenstrasse, in Eppenberg-Wöschnau. Die Projektausstellung ist im Mai 2015 jeweils donnerstags und freitags von 14.00 bis 20.00 Uhr geöffnet sowie samstags von 10.00 bis 16.00 Uhr. Am Sonntag, 31. Mai 2015, ist er ebenfalls offen.

Weitere Informationen zum Ausstellungsraum sowie seinen aktuellen Öffnungszeiten sind auf www.sbb.ch/eppenberg aufgeschaltet.

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