Zugverkehrsüberwachung: DB Netz kauft SBB Zugverkehrs-Dispositionssystem.

Ab 2019 überwacht der deutsche Infrastrukturbetreiber DB Netz AG die Züge auf seinem Netz mit Hilfe des Zugverkehrs-Dispositionssystems «Rail Control System». Die Applikation ist eine Entwicklung der SBB und ist auch bei der BLS, SOB sowie bald bei der belgischen Infrabel im Einsatz.

Auch DB Netz setzt in Zukunft für die Verkehrsüberwachung auf ihrem Netz auf das «Rail Control System (RCS)» der SBB. Ab 2019 überwacht sie die Züge auf ihrem 33 000 km langen Netz mit der von der SBB entwickelten Applikation. Sie hat die Rechte für die Weiterentwicklung und Nutzung in Deutschland gekauft und wird RCS gemeinsam mit der SBB Informatik für den Einsatz auf ihrem Netz weiterentwickeln.

In der Schweiz ist RCS das führende Zugverkehrs-Dispositionssystem. Nebst der SBB arbeiten auch die BLS und die SOB mit der Applikation. Auch international erregt RCS Aufmerksamkeit: So konnte die SBB im Dezember 2014 den «UIC Innovation Award» für die Entwicklung von RCS-HOT entgegennehmen. Als erste ausländische Infrastrukturbetreiberin kaufte die belgische Infrabel RCS, nun folgt DB Netz.  

So funktioniert «Rail Control System» RCS

RCS wurde von der SBB entwickelt und umfasst verschiedene Produkte, die der Überwachung und Optimierung des Zugverkehrs dienen:

  • RCS-Dispo zeigt den Ist- und Soll-Zustand auf dem Schienennetz. Es ist das Arbeitsmittel der Zugverkehrsleiter in den Betriebszentralen.
  • RCS-ADL liefert Fahrempfehlungen an die Lokführer, damit diese flüssig, energieeffizient und materialschonend fahren können.
  • RCS-HOT optimiert das Einfädeln der Züge an neuralgischen Punkten wie beispielweise der Westeinfahrt von Zürich.
  • RCS-ALEA dient als Kommunikationsmittel bei Ereignissen auf dem Bahnnetz.

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