Spitzentreffen zwischen FS und SBB im Vorfeld der GBT-Eröffnung: Antrittsbesuch des italienischen Bahnchefs in der Schweiz.

Renato Mazzoncini, neuer CEO der italienischen Staatsbahnen (FS), und SBB CEO Andreas Meyer trafen sich am Freitag für ein erstes Kennenlernen in Zürich. Der neue Bahnchef unterstreicht mit seinem Besuch die grosse Bedeutung der Kooperation und die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Bahnen. Im Fokus der Gespräche standen die weitere Verbesserung von Qualität und Komfort sowie die Vereinfachung des elektronischen Ticketings. Mazzoncini bestätigte, dass man auch auf italienischer Seite bereit sein werde, um ab 2021 die Reisezeit ab Zürich nach Mailand auf 3 Stunden zu verkürzen. Zudem wurde vereinbart, dass sich eine Arbeitsgruppe um die Pünktlichkeit auf der Süd-Nord Achse kümmert.

Am Freitag traf sich die Spitze der italienischen Staatsbahnen (FS) mit jener der SBB in Zürich. Der Austausch mit der FS, unter Führung des neuen CEO Renato Mazzoncini, diente einem ersten Kennenlernen. Zugleich verständigten sich die Bahnchefs auf weitere, gemeinsame Massnahmen, um die Qualität und den Komfort im grenzüberschreitenden Verkehr schrittweise zu verbessern. Ein erster gemeinsamer Erfolg sind die 285‘000 Expo-Besucher, welche von der Schweiz aus mit der Bahn nach Mailand gereist sind. Im Hinblick auf die bevorstehende Eröffnung des Gotthard Basistunnels zeigt sich weiteres Potential. Bereits seit Dezember 2015 werden im Verkehr zwischen der Schweiz und Italien nur noch moderne und komfortable ETR610-Neigezüge eingesetzt.

Mazzoncini und Meyer vereinbarten die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Die anspruchsvollen Baustellen auf der Nord-Süd-Achse sind eine Herausforderung für den Bahnbetrieb. SBB CEO Andreas Meyer bekräftigte am Spitzentreffen mit der FS sein Anliegen, gemeinsam mit den italienischen Partnern die Pünktlichkeit im internationalen Verkehr ab Italien in Richtung Schweiz weiter zu verbessern, auch um Anschlüsse im Schweizer Netz zu verbessern, etwa in Arth-Goldau.

FS CEO Renato Mazzoncini bestätigte zudem, dass die Infrastruktur-Ausbauten zur Kapazitätserhöhung auf der italienischen Seite planmässig voranschreiten. Diese sind erfor-derlich, um ab 2020 mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels die Verkürzung der Reisezeit zwischen Zürich und Mailand auf knapp drei Stunden zu ermöglichen. Bereits mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Dezember 2016 wird sich die Reise um bis zu 30 Minuten auf dreieinhalb Stunden verkürzen. Ein weiterer Angebotsausbau ab 2020 ist auch auf der Lötschberg-Simplon-Achse geplant. Im Hinblick auf die Inbetriebnahme der grenzüberschreitende Bahnlinie Mendrisio-Stabio-Varese wurden die Arbeiten auf der italienischen Seite im vergangenen Jahr fortgesetzt. Im Mai 2017 werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Die kommerzielle Inbetriebnahme der Strecke erfolgt im Dezember 2017.

SBB CEO Andreas Meyer hielt anlässlich des Spitzentreffens fest, dass eine enge und gute Zusammenarbeit mit der FS entscheidend sei, um ein gutes Angebot für die Kunden im grenzüberschreitenden Verkehr zu entwickeln. Dies gilt auch für das elektronische Ticketing. Beide Bahnen sind sich einig, hier gemeinsam Vereinfachungen für die Kunden angehen zu wollen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen FS und SBB wird auch von Gioia Ghezzi gefördert. Die neue Präsidentin des Aufsichtsrates der FS-Gruppe nimmt Aufgaben in Zürich wahr und hat sich ebenfalls bereits mit Andreas Meyer getroffen.

Anlässlich eines Spitzentreffens zwischen der neuen Führung von FS und Trenitalia mit der SBB unterstrichen die Partner die konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre. Im August 2011 haben der Kanton Tessin, die Region Lombardei, die SBB, die italienischen Staatsbahnen (FS), TILO und Trenord in Bellinzona den «Accordo dei Castelli» unterzeichnet.

Dieser Vertrag enthält die Arbeitsprogramme für wichtige Meilensteine der nächsten Jahre. Ziel der Partner ist es, attraktive Verbindungen und ein umfassendes Angebot im Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Italien zu schaffen. Im Jahr 2013 haben die Trenitalia und die SBB zudem einen Kooperationsvertrag über die Weiterentwicklung im Personenverkehr zwischen den beiden Ländern unterzeichnet.

Renato Mazzoncini und SBB CEO Andreas Meyer bestätigten, dass die bestehende Kooperation zwischen den Partnern gewährleistet und auch unter der neuen Führung übergangslos weitergeführt wird.

Fotos finden Sie auf www.sbb.ch/mediacornerLink öffnet in neuem Fenster..

Weiterführender Inhalt

Kontakt.

SBB AG

Kommunikation
Hilfikerstrasse 1
Postfach 65
3000 Bern