SBB Werk Bellinzona: Stabile Entwicklung in einem schwierigen Umfeld.

Das SBB Werk in Bellinzona ist in einem zunehmend härteren Wirtschaftsumfeld mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Die Frankenstärke, der Rückgang im Güterwagengeschäft und der zunehmende Preisdruck führen mittel- und längerfristig zu einer rückläufigen Entwicklung im Kerngeschäft. Dank grossen Anstrengungen in den Bereichen Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserungen sowie Aufträgen von externen Kunden sieht die SBB bis 2020 eine stabile Entwicklung im Werk Bellinzona. Die SBB investiert im Kanton Tessin bis 2020 über 1,5 Mrd. Franken in die Bahninfrastruktur und das Angebot für die Kunden. Die SBB informierte heute in Luzern an einer Veranstaltung mit Vertretern der Kantonsregierung, Tessiner Parlamentariern und Gewerkschaften über die aktuelle und künftige Entwicklung des Werks Bellinzona und über laufende Investitionsprojekte im Kanton Tessin.

Die SBB hat vor rund drei Jahren eine umfassende Situationsanalyse zur Situation und den künftigen Marktchancen des Industriewerks Bellinzona vorgenommen. Diese hat aufgezeigt, dass das Werk in den Geschäftsfeldern Lokomotiven und Radsätzegute Chancen am Markt hat, im traditionellen Güterwagengeschäft jedoch von einer rückläufigen Entwicklung ausgeht. Die SBB hat an einer Informationsveranstaltung „Piattaforma“ in Luzern die eingeschlagene Strategie bestätigt. Sie unternimmt alle Anstrengungen, um die Auftragsvolumen im Werk Bellinzona in den nächsten Jahren stabil zu halten.

Die SBB geht dabei vom Auftragsbestand aus dem Jahr 2008 aus – in den nachfolgenden Jahren bis 2015 profitierte das Werk Bellinzona von einigen Sondereffekten wie Mehraufträgen im Bereich Radsätze, Sonderprojekten im Personenwagengeschäft oder Lärmsanierung von Güterwagen. Aufgrund des Wegfalls dieser Sondereffekte und Effizienzsteigerungen hat sich das Volumen wieder auf den ursprünglichen Stand eingepegelt.

Rückgang im Güterwagengeschäft so gut als möglich kompensieren
Als Folge der Frankenstärke und des zunehmenden Preisdrucks durch Billiganbieterhat sich der prognostizierte Rückgang im Güterwagengeschäft in den letzten 15 Monatenweiter beschleunigt. Mit Produktivitätssteigerungen und Verbesserung der Effizienzkonnte ein massiver Rückgang verhindert werden. Dank diesen Anstrengungenkonnte auch das operative Ergebnis des Werks sukzessive verbessert werden. Die SBB hat zudem in die Leistungsfähigkeit im Werk Bellinzona investiert, um vermehrt auch Aufträge von externen Kunden akquirieren zu können. Im vergangenen Jahr ist es unter anderem gelungen, externe Güterverkehrs-Unternehmen als Kunden zugewinnen. So wurden in Bellinzona unter anderem Lokomotiven von Mitsui Rail Capital Europe (MRCE) und seit 2014 auch von Alpha Trains revidiert und repariert. Damit will das Werk Bellinzona den Rückgang im Güterwagengeschäft so weit als möglich kompensieren. Die Investitionen und Produktionsoptimierungen haben sich auch positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit ausgewirkt. So konnten sowohl die Personalmotivation als auch die Arbeitszufriedenheit seit 2010 verbessert werden; im BereichArbeitsabläufe sind die Werte noch nicht zufriedenstellend.

Investitionen in die Leistungsfähigkeit des Werks Bellinzona
In der mittelfristigen Planung bis ins Jahr 2020 geht die SBB im Werk Bellinzona beiden Fertigungsstunden von Lokomotiven und den Radsätzen insgesamt von einer stabilen Entwicklung aus, während sich das Güterwagengeschäft ab dem nächsten Jahr auf einem deutlich tieferen Niveau stabilisieren wird. Die Zahl der Mitarbeitenden wird sich in den nächsten Jahren ebenfalls stabil entwickeln. Um die Leistungsfähigkeit auch in Zukunft gewährleisten zu können, investiert die SBB in den nächsten fünf Jahren über 20 Millionen in das Werk Bellinzona, weitere 20 Millionen Franken in die Erweiterung und Sanierung der Serviceanlage Bellinzona und rund eine Million in die Serviceanlage in Biasca. Mit diesen Investitionen unterstreicht die SBB das Engagement für den Standort Bellinzona und die Region.

SBB unterstützt die nachhaltige Entwicklung des Centro di Competenza
Die SBB engagiert sich seit der Gründung im November 2013 im vom Kanton Tessin initiierten Centro di Competanza und hat dafür die entsprechenden Räumlichkeiten in Bellinzona zur Verfügung gestellt. Die SBB sieht mittel- und längerfristig zahlreiche Möglichkeiten und die Entwicklung und Realisierung von Projekten, von welchen sowohl das Centro di Competenza als auch das Werk Bellinzona profitieren können.

Rund 100 Tage vor der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels ist die SBB auf Kurs. Der umgebaute Bahnhof Lugano wird ab Ende 2016 für Kunden und Bevölkerung Luganos in neuem Glanz erstrahlen und als „Terrazza del Ticino“ symbolisch für das zukunftsorientierte und kundenfreundliche Angebot stehen. Ebenfalls im nächsten Jahr bekommt auch Bellinzona – „La porta del Ticino“ – einen neuen Bahnhof mit attraktivem Dienstleistungsangebot. Die SBB investiert rund 200 Mio. Franken in Immobilienprojekte im Tessin. Die SBB tätigt auch grosse Investitionen in Bahninfrastruktur, ein kundenfreundliches Angebot, in die Tessiner S-Bahn und die nationale Fahrzeugflotte, insgesamtüber 1,5 Mrd. Franken bis 2020. Mit rund 2‘000 Mitarbeitenden ist die SBB zudem eine der grössten Arbeitgeberinnen im Kanton Tessin.

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