Untersuchungen konzentrieren sich auf abgestellte Schotterwagen.

Nach dem Bahnunfall in Sihlbrugg steht die Frage nach der Lage der abgestellten Schotterwagen im Mittelpunkt der laufenden Untersuchungen. Die Wagen wurden im Zusammenhang mit den Bauarbeiten im Albistunnel tags zuvor, am 19. Februar, in einem Stumpengleis im Bahnhof Sihlbrugg durch eine private Baufirma rangiert und abgestellt.

Warum die insgesamt vier zusammengekuppelten und abgestellten Wagen in den Fahrweg des korrekt ausfahrenden Dampftriebzuges ragten, wird im Detail abgeklärt. Hilfreich ist dabei die sogenannte betriebliche Gesprächsaufzeichnung. Seit August 2014 werden damit nicht nur Telefonate sondern auch der komplette Funkverkehr zwischen Rangierteams und dem Fahrdienstleiter lückenlos aufgezeichnet. Auch die Daten des elektronischen Stellwerks werden derzeit ausgewertet, um in den kommenden Tagen den genauen Unfallhergang rekonstruieren zu können.

Am 20. Februar kollidierte um zirka 23 Uhr nach einem Zwischenstopp ein Dampftriebwagen eines privaten Vereins auf der Rückreise von Arth-Goldau in Richtung Zürich im Bahnhof Sihlbrugg mit einem abgestellten Schotterwagen. Insgesamt 16 Passagiere des Dampfzuges wurden dabei verletzt, darunter zwei Lokführer. Die SBB bedauert den Vorfall sehr und bedankt sich bei den Rettungskräften für den raschen und professionellen Einsatz vor Ort.

Zur Klärung der genauen Ursache wurde die unabhängige Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUST) aufgeboten. Sie leitet die externe Untersuchung des Bahnunfalls.

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