Bauprojekt Zugersee Ost wird verschoben.

Die SBB plant an der Ostseite des Zugersees während einer Streckensperre von eineinhalb Jahren umfangreiche Substanzerhaltungsmassnahmen und den Bau einer Doppelspur bei Walchwil. Weil in diesem Zusammenhang ein Gerichtsverfahren hängig ist, hat die SBB in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) entschieden, Streckensperre und Baubeginn um mindestens ein Jahr zu verschieben.

Nachdem das BAV am 17. August 2015 die Baubewilligung für das Projekt Zugersee Ost erteilt hatte, ging von privater Seite beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) eine Beschwerde ein. Ein Antrag der SBB um Entzug der aufschiebenden Wirkung wurde Mitte Dezember 2015 vom BVGer abgewiesen.

Die Dauer des Hauptverfahrens am BVGer ist ungewiss. Zudem steht den Beschwerdeführern noch der Gang ans Bundesgericht offen. Da gleichzeitig der Fahrplan 2016/17 realisiert werden muss, hat die SBB den Baubeginn, der ursprünglich für Ende 2016 geplant war, verschoben. Damit kann auch Planungssicherheit geschaffen werden. Die Kantone wurden darüber informiert.

Die Arbeiten für Substanzerhalt und Doppelspur Walchwil sowie die damit verbundene eineinhalb Jahre dauernde Streckensperre zwischen Zug-Oberwil und Arth-Goldau starten neu frühestens Ende 2017. Weder die Inbetriebnahme des Gotthard- noch die des Ceneri-Basistunnels sind von der Verschiebung betroffen.

Bis zum tatsächlichen Baubeginn wird im Fernverkehr auf die Umleitung über Rotkreuz verzichtet. 2017 werden die Züge wie bisher der Ostseite des Zugersees entlang fahren. Der dadurch mögliche, zusätzliche Zeitgewinn für Tessin-Reisende ab Zürich und Zug wird zum Teil an die Bahnkunden weitergeben. Es werden aber auch Zeitreserven geschaffen, um den Fahrplan auf der Gotthardachse zu stabilisieren und die Pünktlichkeit zu verbessern.

Wie das detaillierte Angebot aussehen soll, wird im Fahrplanentwurf am 30. Mai 2016 im Rahmen des ordentlichen Fahrplanverfahrens auf fahrplanentwurf.chLink öffnet in neuem Fenster. veröffentlicht.

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