Betrieb Regionallinie Iselle–Domodossola: SBB und RegionAlps reichen kein Angebot ein.

Die SBB und ihre Walliser Tochtergesellschaft RegionAlps nehmen nicht an der Ausschreibung für die Regionallinie Iselle–Domodossola teil. Sie sind der Auffassung, dass der von der Region Piemont vorgegebene Abgeltungsbetrag von jährlich 366 000 Euro nicht ausreicht, um das Regionalverkehrsangebot durch den Simplon-Tunnel zu erweitern. Die SBB betreibt ihre täglich acht Regionalzüge zwischen Domodossala, Iselle und Brig weiter, bis das Mandat an einen neuen Betreiber übertragen wird.

Die Eingabefrist der von der Region Piemont initiierten Ausschreibung für denBetrieb der Regionallinie Iselle–Domodossola endete gestern, am 27. Juli 2016. SBB und RegionAlps haben die italienische Bestellerin darüber informiert, dass sie auf die Abgabe eines Angebots verzichten. Nach eingehender Analyse kamen die beiden Unternehmen zum Schluss, dass die Abgeltung von jährlich 366 000 Euro nicht ausreicht, um ein im Sinne der Kunden erweitertes Regionalverkehrsangebot finanzieren zu können. Diese wünschen sich Direktverbindungen von Domodossola nach Visp, Siders und Sitten.

SBB und RegionAlps sind nicht gewillt, ein Angebot zu machen, das nicht durch die Abgeltung der italienischen Bestellerin gedeckt wäre, sondern nur aufgrund einer Querfinanzierung durch öV-Gelder aus der Schweiz erbracht werden könnte. Weiter halten die SBB fest, dass aus dem aktuell laufenden Vertrag zur Erbringung von Regionalverkehrsleistungen in den Jahren 2015 und 2016 weiterhin offene Punkte zu Abgeltungszahlungen mit der Region Piemont in Diskussion sind.

SBB und RegionAlps sind überzeugt, dass ihr Konzept der direkten Regionalverkehrsverbindungen zwischen dem Piemont und Brig und Sion eine optimale Lösung für die Bedürfnisse der italienischen Pendler sowie der Touristen dargestellt hätte. Beide Unternehmen haben dieses grenzüberschreitende Konzept in der Vergangenheit verschiedene Male bekräftigt, zuletzt Mitte Juli anlässlich einer Taufe eines Domino-Zugs. SBB und RegionAlps werden die Region noch genauer über die Beweggründe dieses Entscheides informieren und mögliche Alternativen für den grenzüberschreitenden Regionalverkehr erläutern.

Im Regionalverkehr betreibt die SBB derzeit täglich acht Verbindungen zwischen Domodossola, Iselle und Brig. Bis zur Übertragung des Auftrags an einen neuen Betreiber wird sie dieses Regionalangebot aufrecht erhalten, voraussichtlich bis Ende Dezember 2016.

Im nationalen und internationalen Verkehr bleibt das Angebot mit direkten und schnellen Verbindungen in Richtung Domodossola und Mailand unverändert: Täglich verkehren bis zu zwölf Eurocity-, Intercity- und Interregio-Fernverkehrszüge durch den Simplon-Tunnel. Die SBB befördert auf diesen Verbindungen jedes Jahr rund zwei Millionen Kunden im Geschäfts- oder Freizeitverkehr, die auch dank der Zusammenarbeit mit regionalen Transportunternehmen von ausgezeichneten Anschlüssen profitieren. Die SBB bietet günstige Sparbillette an auf www.sbb.ch; beispielsweise von Bern nach Domodossola mit Halbtax ab nur 15.60 CHF.

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