Künftig 120 Speisewagen und 1.-Klass-Catering-Zone.

Die SBB konkretisiert die Anfang 2016 angekündigte Neuausrichtung der Bahngastronomie. Die Speisewagenflotte der SBB wird in den nächsten Jahren modernisiert und weiter ausgebaut: Im 1.-Klass-Wagen nach dem Speisewagen wird eine Cateringzone mit Service am Platz eingeführt und das Take-Away-Angebot wird erweitert. Ab 2021 werden über 120 SBB Speisewagen im Einsatz sein und über ein Catering-Angebot mit hoher Verlässlichkeit und Qualität verfügen. Die Zusammenarbeit mit Starbucks wird weiter entwickelt und mit zusätzlichen Partnern ergänzt.

In den vergangenen Jahren haben sich die Kundenbedürfnisse und Essgewohnheiten unterwegs laufend verändert. Das schnell wachsende Verpflegungsangebot an Bahnhöfen führt zu sinkendem Umsätzen beim Bahncatering, insbesondere bei der Minibar. Deshalb hat die SBB Anfang 2016 eine Neuausrichtung beschlossen. Auch nach dieser wird die Bahngastronomie keinen Gewinn generieren; aber der Verlust wird mit einem einstelligen Millionen-Betrag deutlich tiefer ausfallen als heute. Die SBB ist bereit, den Kunden diesen Service trotz Verlust anzubieten.

Inzwischen hat die SBB die Neuausrichtung konkretisiert; die Details wurden heute in Zürich den Medien vorgestellt. Das Konzept basiert auf dem Service-Versprechen, in allen Intercity- und Eurocity-Zügen der SBB ein zuverlässiges Catering-Angebot anzubieten. Zudem wird das Take-Away-Angebot ausgebaut sowie der Service am Platz im ersten 1.-Klass-Wagen nach dem Restaurant (Cateringzone) eingeführt.

Starke Partner als zentrale Erfolgsfaktoren

Bei der Umsetzung des neuen Konzeptes setzt die SBB auf die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Qualitätspartnern. Ausgewählt wurden Marken, welche bei den Kunden in der Schweiz für hohe Qualität stehen und geschätzt werden. Auch die Zusammenarbeit mit Starbucks wird in veränderter Form weitergeführt: In Zukunft werden nur noch Heissgetränke von Starbucks ausgeschenkt, diese sind bei den Kunden besonders begehrt. Für das Biersortiment wurden beliebte Marken wie Ittinger und Calanda ins Sortiment aufgenommen und für den Wein fiel die Wahl auf den Partner Mövenpick. Für die Zukunft wird die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern geprüft. Darüber hinaus wurde auch die Speisekarte für den Speisewagen und das Take-Away vollständig überarbeitet.

Start mit zwei Speisewagen, schrittweise Einführung

Das neue Konzept wird ab 30. September 2016 auf einem ersten Speisewagen umgesetzt. Der zweite folgt etwa eine Woche später. Die beiden bestehenden Starbucks-Speisewagen sind entsprechend angepasst worden, ein dritter wurde extra umgebaut und dient als Ersatz. Diese Wagen verkehren wie bisher auf der Ost-West-Achse. Ziel ist es, nach der Lancierung möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Dazu werden die Kunden aktiv mit einbezogen. So können Angebot und Prozesse zukünftig noch gezielter auf deren Bedürfnisse ausgerichtet werden. Für den Service in der Cateringzone testet die SBB in den beiden Wagen eine spezielle Bestell-App.

Ab Dezember 2017 erfolgt Schritt für Schritt die Einführung des neuen Catering-Konzeptes auf der gesamten Speisewagen-Flotte der SBB. Diese wird mit der Beschaffung der neuen Züge – dem Fernverkehrs-Doppelstockzug und dem Giruno – von heute rund 90 Speisewagen auf über 120 im Jahr 2021 ansteigen. Die SBB konzentriert sich künftig auf die Gastronomie in den Speisewagen und in der Cateringzone: Sie steigt deshalb ab Ende 2017 schrittweise aus dem Minibargeschäft aus.

Elvetino AG

Die Elvetino AG ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der SBB AG. Das Bahngastronomieunternehmen ist in der Schweiz sowie in Deutschland, Frankreich und Italien tätig. Mit dem Hauptsitz in Zürich und einer Niederlassung in Paris beschäftigt die Elvetino AG europaweit ca. 1000 Mitarbeitende. www.elvetino.chLink öffnet in neuem Fenster.

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