Gemeinsam für einen starken und bezahlbaren öffentlichen Verkehr.

Der Aargauer Landammann Stephan Attiger und die SBB unterstreichen anlässlich des jährlichen Spitzentreffens die Wichtigkeit der Zusammenarbeit für einen starken öffentlichen Verkehr. Diese Zusammenarbeit wurde im Rahmen der «Gesamtperspektive Aargau» gefestigt. Die «Gesamtperspektive Aargau» umfasst Angebote für Kundinnen und Kunden des Personen- und Güterverkehrs, notwendige Eisenbahninfrastrukturprojekte, die Entwicklung von Arealen um Bahnhöfe und die klare Definition zukünftig benötigter Flächen für die Bedürfnisse des öffentlichen Verkehrs. Ziel ist es, Engpässe zu beheben, das Bahnangebot weiter zu verbessern, attraktive öV-Drehscheiben zu entwickeln und zentrale Areale für städtebauliche Entwicklungen zu nutzen. Die Entwicklungen der Projekte der «Gesamtperspektive Aargau» standen im heutigen Spitzentreffen im Zentrum.   

Stephan Attiger, Landammann des Kantons Aargau und Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, hat SBB CEO Andreas Meyer und SBB Regionalkoordinator Michel Berchtold zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Im Vordergrund standen der gemeinsame Austausch und die Entwicklungen in der «Gesamtperspektive Aargau», mit der die gemeinsame Zusammenarbeit weiter gefestigt wurde. Beide Parteien betonten, dass auf allen Ebenen ein sehr konstruktiver Austausch stattfindet und wichtige Projekte gut vorankommen.

Die Konzeptionsphase rund um die öV-Drehscheibe Wohlen steht vor dem Abschluss. Ziel ist es, die Umsteigebeziehungen zwischen den Zügen der SBB und BDWM mit der Sanierung und behindertengerechten Anpassung des BDWM-Bahnhofs wesentlich zu verbessern. Am Bahnhof Stein-Säckingen konnten im Sommer der neue Busterminal und das Bike+Rail eröffnet werden. Die Bauarbeiten für das dortige P+Rail-Parkhaus haben begonnen. Nach Abschluss der Arbeiten in Stein-Säckingen wurden von der SBB rund 4 Millionen Franken und vom Kanton Aargau rund 2,3 Millionen Franken investiert. Zudem werden in den Kantonen Aargau und Solothurn von SBB Infrastruktur Grossprojekte wie der Eppenbergtunnel und der Vierspurausbau Aarau-Olten im Umfang von mehreren hundert Millionen Schweizer Franken vorangetrieben.

Auf der gemeinsamen Agenda des Treffens standen zudem weitere aktuelle Themen wie die STEP Ausbauschritte 2025 und 2030/35 sowie die Vergabe der Fernverkehrskonzession.

Kanton Aargau und SBB unterstützen Ausbau des Bahnnetzes.

Der Kanton Aargau und die SBB sind sich einig, dass das Angebot dort ausgebaut werden soll, wo Kundinnen und Kunden am meisten profitieren und wo es bereits heute Engpässe gibt. So begrüssen Kanton und SBB den vorgeschlagenen Umfang des Ausbauschritts 2030/35 von 11,5 Milliarden Franken. Grundsätzlich befürworten Kanton und SBB die Systematisierung des Angebotes auf der Ost-West-Achse und die dadurch mögliche optimale Trassennutzung mit Verbesserungen des Angebots im Kanton Aargau. So soll beispielsweise im Viertelstundentakt eine RE-Verbindung Aarau–Lenzburg–Zürich möglich werden.

Regierungsrat Stephan Attiger betonte im Spitzengespräch aber auch die zwingenden Massnahmen zum Beheben der entstehenden Nachteile der Systematisierung. Der Kanton Aargau und die SBB unterstreichen aber auch die Wichtigkeit des Infrastrukturausbaus am Bahnhof Lenzburg, um dessen Leistungsfähigkeit und Komfort zu verbessern. Stephan Attiger legte dar, dass es für die Funktionsfähigkeit des Bahnhofs Lenzburg als öV-Drehscheibe zweier Unterführungen bedarf. Zudem sprach er auch die wichtigen Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre auf Kantonsgebiet an, insbesondere die Leistungssteigerung zwischen Rupperswil und Mägenwil sowie den Ausbau des Bahnhofs Zofingen. Mit beiden Anpassungen können die Angebote im Regional- und Fernverkehr weiter verbessert werden.

Die SBB unterstützt zudem alle Anstrengungen, um das System des öffentlichen Verkehrs insgesamt besser auszulasten. Hier sei auch die Unterstützung des Kantons sowie der Städte und Gemeinden notwendig. Die SBB zeige Handlungsmöglichkeiten für Kantone und Kommunen auf, damit der öffentliche Verkehr wettbewerbsfähiger wird. Weiter steht die SBB im Kontakt mit Hochschulen, öffentlichen Verwaltungen und Firmen, damit diese dank angepassten Unterrichtszeiten und flexiblen Arbeitszeitmodellen die Hauptverkehrszeiten entlasten können. Am 1. November 2017 wurde die Zusammenarbeit der SBB mit der FHNW präsentiert. Zu den FHNW-Trägerkantonen gehört auch der Kanton Aargau. Ab September 2018 werden am neuen Campus Muttenz die Vorlesungen gestaffelt, damit die Hauptverkehrszeiten entlastet werden können.

Bessere Kundeninformation im Bahnhof Aarau.

Zuletzt sicherte die SBB Stephan Attiger zu, dass auf dem Generalanzeiger im Bahnhof Aarau im Dezember 2017 wieder die Zugabfahrten im Hauptkundenstrom sichtbar sein werden. Zurzeit sind dort Werbung und bei Bedarf Informationen zu Störungen geschaltet, während die Zugabfahrten auf der Rückseite angezeigt werden. Dieses Konzept hat sich für Kundinnen und Kunden nicht bewährt. Darauf hat die SBB nun reagiert: Abfahrts- und Störungsinformation sowie Werbung werden zukünftig neu positioniert.

 

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Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt:
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