Pilotversuch der SBB Transportpolizei: Mehr Schutz für Transportpolizei mit Bodycams.

Die Transportpolizei SBB (TPO) testet im ersten Halbjahr 2017 in Zürich und Lausanne den Einsatz von Kameras, die Polizisten auf sich tragen, sogenannte Bodycams. Damit will die sie den Schutz von Transportpolizistinnen und Transportpolizisten erhöhen, gleichzeitig können die Kameras auch zur Beweisführung eingesetzt werden. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat dem Testbetrieb zugestimmt.

Die Transportpolizei der SBB (TPO) sorgt in Schweizer Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln verschiedener Schweizer Transportunternehmungen für Sicherheit und Ordnung. Dabei arbeitet sie eng mit den Polizeikorps und den zuständigen Behörden der Kantone und Städte zusammen. In diesem Zusammenhang führt sie parallel zur Stadtpolizei Zürich einen Pilot mit Bodycams durch. Zur Sicherstellung einer nationalen Abdeckung werden ab dem 20. März 2017 an den Stützpunkten Zürich und Lausanne zwei Kameras je Standort getestet.

Transportpolizisten, welche mit einer Bodycam ausgerüstet sind, müssen entsprechend gekennzeichnet, von Kunden erkennbar sein und Betroffene müssen eine laufende Aufzeichnung erkennen können. Die Transportpolizisten setzen die Bodycam nach eigenem Ermessen und prioritär zum Eigenschutz und wenn nötig zur Beweissicherung ein.

Der 30 Wochen dauernde Pilotversuch mit handelsüblichen Kameras wird wissenschaftlich begleitet. Die TPO legt dem EDÖB nach der Pilotphase einen Evaluationsbericht vor. 

Die Sicherheitslage rund um den Bahnhof hat sich in den letzten Jahren nicht grundsätzlich verändert. Die Passagiere fühlen sich nach wie vor sicher. Es kam jedoch in den vergangenen Jahren immer wieder zu Übergriffen oder ungerechtfertigten Anschuldigungen gegenüber Transportpolizisten, dem Zugpersonal, Mitarbeitenden der SBB und weiteren Sicherheitsorganen im öffentlichen Verkehr. Der Versuch soll unter anderem aufzeigen, ob mit dem Einsatz von Bodycams die Übergriffe gegenüber Mitarbeitenden verringert werden können.
 

Die Sicherheitsstrategie der SBB.

Die SBB setzt seit Jahren auf die Strategie «Prävention-Dissuasion-Repression». In der Prävention setzt die SBB mit dem Programm RailFair auf «Vorbeugen durch Mediation Konfliktvermittlung». Die Dissuasion besteht aus uniformierter Präsenz, dazu kommt als technisches Hilfsmittel die Videoüberwachung. Die Transportpolizei bildet die Repression. Die professionellen Kräfte intervenieren bei Straftaten und sorgen für die Einleitung der nötigen rechtlichen Schritte.

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