Spitzentreffen Regierungsrat Kanton St.Gallen und SBB: Gemeinsam für einen starken und bezahlbaren öffentlichen Verkehr.

Die St.Galler Regierung und die SBB unterstreichen anlässlich eines Spitzentreffens die Wichtigkeit der Zusammenarbeit für einen starken und bezahlbaren öffentlichen Verkehr. Der Kanton St.Gallen und die SBB setzen sich beim nächsten Ausbauschritt des Bahnnetzes für Projekte wie den Brüttenertunnel zwischen Zürich und Winterthur ein, welcher Verbesserungen für die ganze Ost West-Achse bringt. Auch ein Ausbau der Kapazitäten zugunsten des Güterverkehrs ist notwendig. Ziel ist es, Engpässe zu beheben und das Bahn angebot weiter zu verbessern.

Die Regierung des Kantons St.Gallen hat die Spitze der SBB zu einem Treffen eingeladen. Der gesamte SBB Verwaltungsrat, der CEO und weitere Konzernleitungsmitglieder sind der Einladung gefolgt. Im Vordergrund stand der gemeinsame Austausch. Der neu gewählte St.Galler Regierungspräsident Fredy Fässler und die SBB Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar unterstrichen die Wichtigkeit der Zusammenarbeit. Beide stellten fest, dass auf allen Ebenen ein sehr konstruktiver Austausch stattfindet und wichtige Projekte gut vorankommen. In der Kantonshauptstadt wird der Bahnhof bis Herbst 2018 um und ausgebaut, damit St.Gallen noch besser als ÖV Drehscheibe der Ostschweiz funktioniert. Die SBB und der Kanton arbeiten zudem an Fahrplanverbesserungen für das Fürstenland.

Auf der gemeinsamen Agenda des Treffens standen aktuelle Themen wie die Gesamtverkehrsstrategie des Kantons St.Gallen, das ambitionierte Sparprogramm der SBB, die STEP Ausbauschritte 2025 und 2030/35, die Mobilität der Zukunft und die anstehende Vergabe der Fernverkehrskonzession.

SBB strebt einheitliche Fernverkehrskonzession an und senkt Kosten

SBB VRP Monika Ribar bekräftigte gegenüber der St.Galler Regierung, dass die SBB eine Mehrbahnenlösung unter einer einheitlichen Fernverkehrskonzession anstrebe. Die SBB befinde sich in einem konstruktiven Dialog mit der SOB und sei weiterhin offen für Gespräche mit der BLS. Eine solche Lösung senke die Gesamtsystemkosten und stärke die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn. Damit solle das Bahnangebot noch attraktiver werden, gleichzeitig für Kunden und Besteller bezahlbar bleiben und das Kantonsbudget nicht stärker belasten.

SBB CEO Andreas Meyer ergänzte, dass die SBB dafür auch mit internen Sparprogrammen die Kosten senke. Bei den Ausbauschritten müsse zudem darauf geachtet werden, dass die Folgekosten für kommende Generationen bezahlbar bleiben. Mit dem Programm RailFit20/30 stelle die SBB sicher, dass die Bahn ein attraktives Verkehrsmittel in der Mobilitätskette bleibt. Die SBB setze sich für stabile Preise im Bahnverkehr ein.

St.Gallen und SBB unterstützen Ausbau des Bahnnetzes

Der Kanton St.Gallen und die SBB sind sich einig, dass das Bahnnetz dort ausgebaut werden soll, wo Kundinnen und Kunden am meisten profitieren und wo es bereits heute Engpässe gibt. Beim Ausbauschritt 2030/35 des strategischen Entwicklungsprogramms STEP sind gemäss aktueller Planung wichtige Infrastrukturprojekte wie der Brüttenertunnel zwischen Zürich und Winterthur vorgesehen, dank denen auch das Bahnangebot auf den Achsen Winterthur−St.Gallen−Rheintal und Winterthur− Konstanz bzw. Romanshorn sowie in weiteren Teilen der Ostschweiz weiter verbessert wird. Der Entscheid, welche Variante und welche Projekte realisiert werden, obliegt dem eidgenössischen Parlament.

Die St.Galler Regierung sprach auch die wichtigen Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre auf Kantonsgebiet an, insbesondere die Doppelspurausbauten Schmerikon− Uznach, Goldach−Rorschach Stadt, Oberriet−Rüthi und Buchs−Trübbach. Die SBB und der Kanton St.Gallen setzen alles daran, dass diese Projekte fristgerecht umgesetzt werden.

Wie SBB CEO Andreas Meyer der St.Galler Regierung erklärte, unterstützt die SBB alle Anstrengungen, um das System des öffentlichen Verkehrs insgesamt besser auszulasten. Die durchschnittliche Auslastung der Züge liegt heute bei 30 Prozent. Hier sei auch die Unterstützung des Kantons sowie der Städte und Gemeinden notwendig. Die SBB zeige Handlungsmöglichkeiten für Kantone und Kommunen auf, damit der öffentliche Verkehr wettbewerbsfähiger wird. Die SBB ist im Kontakt mit Hochschulen, öffentlichen Verwaltungen und Firmen, damit diese dank angepassten Unterrichtszeiten und flexiblen Arbeitszeitmodellen die Hauptverkehrszeiten entlasten können. Wenn die Verlagerung dank dieses Kulturwandels gelingt, kann auch der Kostenanstieg für die Kantone mittelfristig gedämpft werden.

Hinweis an die Redaktionen:

Weitere Auskünfte erteilt heute zwischen 14.00 und 15.00 Uhr Regierungsrat Bruno

Damann, Volkswirtschaftsdepartement, Tel. 058 229 34 87

SBB Medienstelle, Tel. 051 220 41 11

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